Dienstag, 1. Dezember 2015

Weihnachten mit meiner Nachbarin und dem Millennium Chess Genius


Weihnachten mit meiner Nachbarin
und dem
Millennium Chess Genius

Lange hatte ich meine nette Nachbarin Silke schon nicht mehr gesehen. Klar, man sieht sich im Treppenhaus, aber jeder lebt sein eigenes Leben. Jetzt aber zu Weihnachten traf ich sie jüngst im Treppenhaus mit einem großen Paket.

"He Silke, hast du schon Geschenke eingekauft für Weihnachten ?"
"Nein", meinte sie, das wäre ein neuer Schachcomputer !
Schachcomputer. Ja ich erinnerte mich an unzählige Stunden mit den kleinen Geräten.
Ich: "Sind die Hersteller nicht alle schon pleite gegangen nachdem in den 90er Jahren die PCs alles übernommen hatten?"
"Nicht ganz", meinte sie.
"Ein Teil von Hegener + Glaser, der großen Firma die hinter den berühmten Mephisto Schachcomputern stand, hatte sich als Millennium Firma mit Ossi Weiner und Herrn Hegener gerettet."
"Millennium ? Also die kenne ich nur von diesen Billiggeräten die jedes Jahr an Weihnachten bei Aldi und Konsorten angeboten wurden", meinte ich.
"Genau die", strahlte Silke mich mit ihrem Mondgesicht an.
"Aber die haben jetzt auch was ganz interessantes im Angebot.
Einen neuen Schachcomputer, mit einem Programm von Richard Lang."
Richard Lang war mir ja ein Begriff. Der hatte damals bei Mephisto doch fast jede WM gewonnen... ich wurde neugierig und Silke meinte: "Du hast doch auch noch so viele Schachcomputer von damals. Bring die doch mal rüber und dann lassen wir diese gegen den neuen Millennium Schachcomputer antreten."
Das war ein verlockendes Angebot, mit Silke lange schöne Winterabende zu verbringen, Advent bei Kerzenschein und einer schönen Partie Schach.
"Gerne Silke, so machen wir es!" Gesagt, getan. Am nächsten Tag, als schon alles dunkel war und die Menschen in ihren Häusern ihre Weihnachtsbeleuchtung und diverse Tannenbäume aufstellten,
besuchte ich Silke nebenan.

Weil ich anfangs noch nicht viel Gerät mitschleppen wollte und dem kleinen Millennium auch nicht viel zutraute, hatte ich nur einen kleinen Mephisto MM5 mobil unter dem Arm. Samt Netzteil.

Da stand er vor mir, der nagelneue Millennium Kasten. Ein unscheinbares schwarzes Plastikteil
mit abgerundeten Seiten. "Chess Genius" steht dezent vorne drauf und „Millennium“. Was in der der Tat ein wenig an Mephisto erinnert. Überhaupt das matte Plastik in schwarz und das rote "M" im Millennium Schriftzug kommt ein wenig wie Mephisto herüber. Als ob jemand das kleine schwarze Brikett des Mephisto I/II oder III über die Zeit herübergerettet hat und es zusätzlich noch mit einem Sensorbrett ausgestattet nun zu Weihnachten wieder auferstehen lässt.
Der MCG hat keine LEDs. Jeden Zug muss man in dem Punktmatrixdisplay ablesen und ausführen. Im unteren Bereich des Displays hat man die Schrift, darüber das Schachbrett. Auch eine Hintergrundbeleuchtung gibt es. Und rechts neben dem Brett die bekannten 6 Tasten die wir zuletzt schon beim Mephisto Vancouver zur genüge kannten.
Silke hatte gar kein Netzteil angeschlossen. "Braucht man nicht", ulkte sie. "Das Gerät verbraucht so wenig Strom, das kann man ruhig mit Batterien betreiben." Und tatsächlich. Die ganze Zeit spielten wir Turnierpartien aus den 3 mitgelieferten Batterien.



[Event "40/120, Oldie-Turnier"]
[Site "SCW"]
[Date "2015.10.10"]
[Round "1"]
[White "Milennium Chess Genius"]
[Black "Mephisto MM5"]
[ECO "B17"]
[Result "1/2-1/2"]

1. e4 c6 2. Nc3 d5 3. d4 dxe4 4. Nxe4 Nd7 5. Bc4 Ngf6
6. Ng5 e6 7. Qe2 Nb6 8. Bd3 h6 9. N5f3 c5 10. d5 Nbxd5
11. Ne5 Bd6 12. Ngf3 Bd7 13. O-O O-O 14. Bd2 Rc8 15. Rae1
Nb4 16. Bxb4 cxb4 17. Qe3 Bc5 18. Qf4 a6 19. Re2 Bd6
20. Qd4 Ba4 21. Rfe1 Bc5 22. Qf4 Qa5 23. Nc4 Qc7 24. Nce5
Bc6 25. Nd4 Bd5 26. Nb3 Bd6 27. Qd4 a5 28. Qh4 Rfd8 29. Nd4
Qb6 30. Nb3 a4 31. Nc1 Nd7 32. Nxd7 Rxd7 33. Qg4 Qc7
34. Bb5 Bc6 35. Bxc6 Qxc6 36. b3 Qc7 37. h3 b5 38. Nd3 Qc3
39. Qh5 Rb7 40. Rd1 Kh7 41. Nc1 g6 42. Qg4 Rd7 43. Kf1 Rdd8
44. Qe4 Bc7 45. Nd3 Rd5 46. Qe3 Rd4 47. Qf3 Rd7 48. Qb7 Rb8
49. Qa6 Rd6 50. Qa7 Qc6 51. Rde1 Rb7 52. Qe3 Bb6 53. Qe4
Qc7 54. Qf3 Bd4 55. Rb1 Bc3 56. Kg1 Rd5 57. Rf1 Qa5 58. Re4
Rbd7 59. Qg3 Rd8 60. Kh1 R5d7 61. Rh4 Bf6 62. Re4 Bd4
63. Qf4 g5 64. Qf3 Rc7 65. h4 Rd5 66. hxg5 hxg5 67. Qg4
Rcd7 68. Qh5+ Kg8 69. Rg4 Bf6 70. Nxb4 Rd2 71. Rxg5+ Bxg5
72. Qxg5+ Kh7 73. Qh5+ Kg7 74. Qg5+ Kh7 75. Qh5+ Kg7
76. Qg5+ Kh7 1/2-1/2

Silke bediente ihren Millennium Kasten, ich meinen alten MM5. Natürlich hatte ich ein mulmiges Gefühl. Der MM5 war wohl mit dem starken Programm Ed Schröders ausgestattet (Elo 1904), lief aber nur auf einem 5 mhz 8-Bit 6502 Prozessor. Nach einer Eröffnungsphase scheint der Genius ein wenig zu häufig mit der Dame herumzuziehen. Ständig muß die Dame irgendwelchen Angriffen entgehen, während der MM5 seine Damenbauern vorantreibt und sein Läuferpaar sehr gut einsetzt. Dann aber gehen beiden Geräten die Puste aus uns sie shuffeln die Figuren nur noch hin und her. Schließlich rettet sich der Genius mit einem Dauerschach durch die Dame.
Das hat der MM5 also ganz schön ordentlich gemacht, bedenkt man das der Genius mit 48 mhz läuft und sogar Hash-Tabellen in der 32 Bit CPU abarbeiten kann.
Ich schaute Silke selig lächelnd an. Und der erste Advent ging friedlich vorüber. Ohne ein lautes Wort.

[Event "40/120, Oldie-Turnier"]
[Site "SCW"]
[Date "2015.10.11"]
[Round "1"]
[White "SciSys Turbostar 432"]
[Black "Millennium Chess Genius"]
[ECO "D22"]
[Result "0-1"]

1. d4 {0s} d5 2. c4 dxc4 3. Nf3 a6 4. e3 Bg4 5. Bxc4 {"} e6
6. O-O Nf6 7. Nc3 c5 8. dxc5 Qxd1 9. Rxd1 Bxf3 10. gxf3
Bxc5 11. Kf1 Nbd7 12. Bd2 O-O 13. Rac1 Rfc8 14. Bb3 Ne5
15. Ke2 Bd6 16. f4 Ng6 17. Kf1 Nh4 18. Be1 Be7 19. Ke2 Ng6
20. f3 Rc5 21. Ne4 Rh5 22. Bg3 Nd5 23. Bxd5 exd5 24. Nc5 d4
25. exd4 Rd5 26. Kf2 Rad8 27. Ke2 Ra8 28. Kf1 b5 29. Rc3 h5
30. h3 h4 31. Bh2 Rf5 32. Re1 a5 33. Re4 b4 34. Rc1 Rc8
35. Nd3 Rxc1+ 36. Nxc1 Rd5 37. Ne2 f5 38. Re6 Rd6 39. Rxd6
Bxd6 40. Kg2 Kf7 41. Kf1 Kg8 42. Ke1 Kf7 43. b3 Ke6 44. Kd1
Kd5 45. Ke1 Ke6 46. Kf1 Kd7 47. Kg2 Kc6 48. Kf1 Kd5 49. Kf2
Kc6 50. Ke1 Bb8 51. Kd1 Bc7 52. Ke1 Bb8 53. Kf1 Bc7 54. Kg1
Nf8 55. Kg2 Ne6 56. Bg1 Bxf4 57. Bf2 g5 58. Kf1 Bd2 59. Kg1
Kd5 60. Kg2 f4 61. Kf1 Be3 62. Be1 Ng7 63. a3 bxa3 64. Nc3+
Kc6 65. d5+ Kc5 66. d6 Kc6 67. Na2 Bb6 68. b4 axb4 69. Bxb4
Bc5 70. Bxc5 Kxc5 71. Ke2 Kxd6 72. Kd2 Ne6 73. Kc3 g4
74. fxg4 Ke5 75. Nc1 Ke4 76. Kb4 0-1

Vielleicht war der Millennium Chess Genius ja gar nicht SO stark wie wir dachten. Silke überprüfte noch mal alle Einstellungen. Vor allem schauten wir das Permanent Brain auch WIRKLICH eingestellt war. Und die Turnier-Spielstufe richtig gewählt war.
Dann brachte ich ein etwas älteres Modell mit. Den SciSys Turbostar 432 von 1984. Ein Oldie. Dieser war einst von Julio Kaplan für SciSys entwickelt worden und hatte nur 1780 ELO.
Diesmal haben wir ein angenommes Damengambit. Der Turbostar erarbeitet sich eine Vorteil, zieht dann aber den Springer im 24.Zug auf ein falsches Feld das von Genius 2 mal kontrolliert wird, wenn der Bauer d5 vorzieht. Was dann auch geschieht. Genius blockiert den so entstandenen Isolani und die Stellung dümpelt im Remisbereich. Dann wird der Turbostar ein Opfer seiner isolierten Bauernstellung die leicht von den schwarzen Figuren angegriffen werden können. Noch immer ist alles im Remisbereich aber im Endspiel sind solche Bauern eben nicht vorteilhaft. Silke schaut ganz unsicher herüber. Sollte der Millennium schon wieder „gestoppt“ werden, diesmal von einem Uralt Gerät ? Wir befinden uns im 43.Zug. Einige Königszüge später sieht wieder alles nach Remis aus. Dann verliert der Turbostar wieder den Überblick und ein Bauer fällt. Während der Turbostar sich auf einen Freibauern konzentriert bricht Genius am Königsflügel mit den Bauern durch und der Genius kann seinen 1. Punkt machen.
Puha ! Das war eng. Man kann nicht sagen das der Genius bislang einschlägt wie ein Hammer. Da hat er eher Glück gehabt. Silke meint, ich solle mal wieder was stärkeres ausprobieren. Und das mache ich dann auch. Ein sehr spät von Ed Schröder programmierter Nigel Short von Mephisto wird der Gegner. Dem Mephisto Milano sehr ähnlich, aber mit einem neueren aktiver spielenden Programm. Mal sehen was der macht gegen den neuen Millennium Chess Genius.
Silke zündet erneut eine Kerze an, und es gibt neuen Kaffee. Durch das aktive Spiel soll der Nigel Short 2031 Elo haben.


[Event "40/120, Oldie-Turnier"]
[Site "SCW"]
[Date "2015.10.12"]
[Round "1"]
[White "Millennium Chess Genius"]
[Black "Mephisto Nigel Short"]
[ECO "B13"]
[Result "1/2-1/2"]

1. c4 c6 2. e4 d5 3. exd5 cxd5 4. d4 Nf6 5. Nc3 Nc6 6. Bg5
Qa5 7. Bxf6 exf6 8. cxd5 Bb4 9. dxc6 Bxc3+ {"} 10. bxc3
Qxc3+ 11. Ke2 O-O 12. f3 Re8+ 13. Kf2 Qe3+ 14. Kg3 Qg5+
15. Kf2 Qe3+ 16. Kg3 Qg5+ 17. Kf2 Qe3+ 1/2-1/2
Es wird über Zugumstellung eine Caro-Kann Partie. In der gewählten Eröffnungsvariante kommt Weiß, also der Millennium Kasten, schon sehr früh mit dem König völlig entblößt aufs Brett, während der Schwarze in aller Seelenruhe rochiert hat. Schon wird der König von der schwarzen Dame und dem unterstützenden Turm mit Schachs gejagt. Doch bevor Silke und ich es fassen können wiederholt sich auch schon die Stellung und die Geräte machen Remis. Das war ja wirklich kurz. Schon im 17.Zug einigen die Geräte sich auf Remis.
Wieder mußte der Millennium Chess Genius also einen Punkt an ein starkes Ed Schröder Programm abgeben.

[Event "40/120, Oldie-Turnier"]
[Site "SCW"]
[Date "2015.10.13"]
[Round "1"]
[White "Novag Super Forte C sel.5"]
[Black "Millennium Chess Genius"]
[ECO "D46"]
[Result "0-1"]

1. d4 d5 2. Nf3 c6 3. c4 Nf6 4. Nc3 e6 5. e3 Bd6 6. Bd3
Nbd7 7. e4 dxe4 8. Nxe4 Nxe4 9. Bxe4 O-O 10. O-O Qc7 {"}
11. Bg5 {"} h6 12. Bh4 c5 13. Bc2 cxd4 14. Qd3 f5 15. Qxd4
Ne5 16. Nxe5 Bxe5 17. Qd3 Bxh2+ 18. Kh1 Be5 19. Qb3 Bd4
20. Rad1 e5 21. Bg3 Qc5 22. Kg1 Be6 23. Bd3 b5 24. Qxb5
Qxb5 25. cxb5 Bxa2 26. Rfe1 f4 27. Bh2 Bd5 28. Rd2 Rac8
29. Kf1 Rfd8 30. Kg1 Rc5 31. Bf1 Bb3 32. Ra1 Rcc8 33. Re1
Rd5 34. Ra1 Bb6 35. Rxd5 Bxd5 36. Re1 Rc2 37. Kh1 Bxf2
38. Rxe5 Rc1 39. Bxf4 Rxf1+ 40. Kh2 Bb6 41. Bg3 Rd1 42. Re2
Bc4 43. Re7 Bg1+ 44. Kh3 Rd3 45. b6 axb6 46. Re4 Bb3
47. Re2 0-1

Wieder mußte ein sehr starker Gegner aufgefahren werden. Ich rannte schnell rüber in meine Wohnung und kam mit einem starken Novag Super-Forte C heraus. Dave Kittinger hatte dieses starke 8 Bit Programm auf immerhin 2039 Elo programmiert. Sehr schnell kann der Chess Genius in einer Halbslawischen Verteidigung im Damengambit einen Stellungsvorteil erringen. Schon nach 20 Zügen steht der SFC eigentlich auf Verlust und wird vollkommen zusammengeschoben. Souverän agiert der Genius mit dem Läuferpaar während ich mich schjon frage wie lange die Batterien von Silkes Kasten noch halten mögen, denn das sind ja Turnierpartien und die 3 Batterien machten nicht gerade einen qualitativ hochwertigen Eindruck. Das ändert nichts an der Situation: der Super-Forte C geht mit wehenden Haaren unter. Eine tolle Partie des Genius. Ich muss also härteres Kaliber auffahren, denke ich, eile in die Wohnung und hole den technisch moderneren und auch optisch ansprechenden Novag Citrine herbei. Ein edles Holzgerät mit nur einem Knopf und einem Display und immerhin 2084 Elo, dank H8 Cpu und 20 mhz im 16 Bit Format.

[Event "40/120, Oldie-Turnier"]
[Site "SCW"]
[Date "2015.10.15"]
[Round "1"]
[White "Novag Citrine"]
[Black "Millennium Chess Genius"]
[ECO "B01"]
[Result "1/2-1/2"]

1. e4 d5 2. exd5 Qxd5 3. Nc3 Qd8 4. Bb5+ {"} c6 5. Bc4 Bf5
6. d3 Nd7 7. Nf3 Ngf6 8. Nh4 Bg4 9. f3 Bh5 10. g4 b5
11. Bb3 b4 12. Ne2 Bg6 13. Nxg6 hxg6 14. O-O e6 15. Bf4 Nd5
16. Bxd5 Qb6+ 17. Kg2 cxd5 18. Bg3 Be7 19. f4 Rc8 20. Bf2
Bc5 21. Bg3 Bd4 22. Nxd4 Qxd4 23. Rb1 Qe3 24. Re1 Qc5
25. Re2 Nf6 26. g5 Nh5 27. Qd2 Nxg3 28. hxg3 Kd7 29. Rc1
Rh7 30. Ree1 Qd4 31. c3 bxc3 32. bxc3 Qb6 33. Rb1 Qa6
34. Qc2 d4 35. c4 Qc6+ 36. Re4 Rch8 37. Qb3 Rh2+ 38. Kf3
Rd8 39. Qb7+ Qxb7 40. Rxb7+ Ke8 41. Rxa7 Rd2 42. Ra3 Rd1
43. Re2 Rf1+ 44. Ke4 Rh1 45. Ra7 Rg1 46. Rh2 Re1+ 47. Kf3
Re3+ 48. Kf2 Rd7 49. Rh8+ Ke7 50. Ra3 Rb7 51. Kg2 e5
52. fxe5 Rxe5 53. Rg8 Rxg5 54. Rxg7 Rh5 55. Rg8 Re5 56. Kf3
Re3+ 57. Kf4 Kd7 58. Rf8 Ke7 59. Rh8 Kd7 60. Rh7 Kd6 61. g4
Kc6 62. Rh2 Rbe7 63. Rb2 R7e5 64. Ra6+ Kc7 65. Ra7+ Kc6
66. g5 Rf5+ 67. Kg4 Ref3 68. Ra6+ Kc7 69. Ra7+ Kc6 70. Ra6+
Kc7 71. Ra7+ Kc6 1/2-1/2

Die Citrine ist also schon ein Gerät mit einem stärkeren modernen Proyessor und ich war siegessicher, ließ mir aber Silke gegenüber nichts anmerken. Sehr abwechslungsreich spielt der Millennium Chess Genius hier eine Partie in der Skandinavischen Verteidigung ! Das lässt sich die Citrine nicht 2x sagen und greift am Königsflügel die gegnerischen Leichtfiguren an. Symmetrisch macht der Genius dasselbe und wir haben schon nach wenigen Zügen eine sehr irre Stellung auf dem Brett. Auch der weitere Angriff verläuft relativ symmetrisch. Während Genius mit Schwarz über die H-Linie einfällt zieht es die Citrine mit der Dame über die B-Linie gegen den Gegner. Nach dem Abtausch der Damen steht die Citrine eigentlich besser. Immerhin hat der Novag Kasten 2 Freibauern, einen auf der a und den anderen auf der c Linie.
Ich bin deswegen schon sehr siegessicher und lasse mir von Silke erst mal frischen Kaffee bringen. Aber es kommt anders als man denkt. Im Turmendspiel läßt sich der Novag Kasten austricksen und wieder einigen sich die Geräte nach einigem hin und herziehen auf Remis.
Es will einfach keinem meiner Geräten gelingen den Sack gegen den Genius zuzumachen.


[Event "40/120, Oldie-Turnier"]
[Site "SCW"]
[Date "2015.10.17"]
[Round "1"]
[White "Mephisto Polgar"]
[Black "Millennium Chess Genius"]
[ECO "D47"]
[Result "0-1"]

1. d4 c6 2. c4 d5 3. Nf3 Nf6 4. Nc3 e6 5. e3 Nbd7 6. Bd3
dxc4 7. Bxc4 b5 8. Bd3 Bb7 9. O-O b4 10. Ne4 c5 {"}
11. Nxf6+ Qxf6 12. Ne5 cxd4 13. Nxd7 Kxd7 14. Qa4+ Bc6
15. Bb5 e5 16. Qa6 Kc7 17. Qa5+ Kb8 18. Bxc6 Qxc6 19. Qxe5+
Kb7 20. Qxd4 Be7 21. a3 Rad8 22. Qe5 Bf6 23. Qa5 Rd5
24. Qxb4+ Rb5 25. Qf4 Rd8 26. e4 Re5 27. f3 Rd3 28. Re1 Rh5
29. Be3 Qd7 30. Bf2 Be5 31. Qc1 Bxh2+ 32. Kf1 Bg3 33. Bxg3
Rd2 34. Qxd2 Qxd2 35. Kg1 Qh6 36. f4 Rh1+ 37. Kf2 Qb6+
38. Kf3 Rxe1 39. Rxe1 Qxb2 40. Re3 h5 41. Bf2 Qc2 42. Be1
Qc1 43. e5 Qd1+ 44. Kf2 Qd4 45. Kf3 Qd5+ 46. Kf2 Qc5
47. Bb4 Qd4 48. Kf3 Qd1+ 49. Kf2 Qc2+ 50. Kf3 g5 51. fxg5
Qf5+ 52. Ke2 Qxg5 53. Kf2 Qh4+ 54. Kf3 Qd4 55. Bc3 Qc5
56. Bb4 Qd5+ 57. Kf2 Kc6 58. Rc3+ Kd7 59. Rc5 Qd4+ 60. Kg3
Qg4+ 61. Kf2 Qf4+ 62. Ke2 Qg3 63. Kf1 Qd3+ 64. Kf2 h4
65. Rc3 Qd4+ 66. Re3 Ke6 67. Bc3 Qc5 68. Bb4 Qc2+ 69. Re2
Qf5+ 70. Kg1 Qf4 71. Re1 Qg3 72. Kh1 Qg4 73. Kh2 Qc4
74. Ba5 h3 75. Kxh3 Qb3+ 76. g3 Qxa3 77. Bd2 a5 78. Re3 Qa2
79. Bc3 Qf2 80. Re1 a4 81. Rc1 Qe3 82. Rc2 a3 83. Ba1 Qg1
84. Bc3 Qh1+ 85. Rh2 {Polgar resigns!} 0-1


Das nächste Gerät ist wieder ein 8 Bit Computer mit Ed Schröder Programm. Hatten wir schon, aber Ed hat ja genug Geräte herausgebracht damals. Der Mephisto Polgar hat genau wie der Chess Genius ein Punktmatrixdisplay das allerhand Dinge anzeigen kann. 1970 Elo hat der Polgar, der nach der berühmten ungarischen Schach-Familie und den 3 Schach spielenden Schwestern benannt ist. In der Partie im Damengambit, Meraner-Variante, kann Polgar sehr schnell eine vorteilhafte Stellung gegen Chess Genius erzeugen bei der er den schwarzen König in die Mitte zerrt. Ich bin frohen Mutes das der Chess Genius nun seinen ersten GANZEN Punkt abgeben muss.
Aber leider verliert der Polgar dann zuviele Tempi als Genius mit seinen Schwerfiguren die weiße Dame über das Brett scheucht und der schöne Vorteil wird Peu-a-Peu wieder zerrieben. Noch schlimmer. Im Bemühen seine Dame vor den schwarzen Figuren zu retten kann Genius eine Angriffsstellung gegen den weißen König aufbauen und die Partie dreht sich im Königsangriff als Turm und Läufer und Dame den König vernichten. Nach einem Abtausch muß der Polgar mit Turm und Läufer gegen die schwarze Dame spielen. Das kann der Genius aber besser, weil er es versteht die Bauern vorpreschen zu lassen. Daran stirbt der Polgar dann schlussendlich.
Ich bin jetzt schon wirklich ein wenig angesäuert. Nichts gelingt gegen dieses Millennium Gerät. Was mache ich nur ? Also muss und werde ich mal eine härtere Gangart Silke gegenüber einschlagen und hole den Mephisto Milano Pro herüber, ein modernes Gerät mit Frans Morsch Programm von 1996. Immerhin Elo 2076.


[Event "40/120, Oldie-Turnier"]
[Site "SCW"]
[Date "2015.10.19"]
[Round "1"]
[White "Mephisto Milano Pro"]
[Black "Millennium Chess Genius"]
[ECO "C63"]
[Result "0-1"]

1. e4 e5 2. Nf3 Nc6 3. Bb5 f5 4. Nc3 fxe4 5. Nxe4 Nf6
6. Qe2 {"} Qe7 7. O-O d5 8. Nxf6+ gxf6 9. d4 e4 10. Nd2 Rg8
11. c4 Kd8 12. Bxc6 bxc6 13. Kh1 f5 14. Rg1 Qf6 15. Nb3 Ba6
16. Qh5 Bxc4 17. Qxh7 Rh8 18. Bg5 Rxh7 19. Bxf6+ Kd7
20. Na5 Bd3 21. Rgc1 Rb8 22. Nb3 Bd6 23. Be5 a5 24. Bxd6
cxd6 25. Rc3 a4 26. Nc1 Ba6 27. Ra3 Rb4 28. h3 Rxd4 29. Nb3
Rb4 0-1


Sehr verblüfft sind Silke und ich als der Genius ein Jänisch-Gambit im Spanier auspackt. Also langweilig wird es mit diesem Gerät wirklich nicht. Schon nach wenigen Zügen wird klar das der Milano Pro sich in seiner rochierten Königsstellung warm anziehen muß.
Gegen die vorrückenden 5 Zentrumsbauern hat der Milano-Pro leider keine Chance. Silke strahlt mal wieder. Und ich ziehe leicht geknickt von dannen.


[Event "40/120, Oldie-Turnier"]
[Site "SCW"]
[Date "2015.10.19"]
[Round "1"]
[White "Millennium Chess Genius"]
[Black "Mephisto Montreal"]
[ECO "B19"]
[Result "1/2-1/2"]

1. e4 c6 2. d4 d5 3. Nd2 dxe4 4. Nxe4 Bf5 5. Ng3 Bg6 6. h4
h6 7. h5 Bh7 8. Nf3 Nd7 9. Bd3 Bxd3 10. Qxd3 Qc7 11. Qe4
{"} Ngf6 12. Qf4 Qxf4 13. Bxf4 e6 14. O-O-O Be7 15. Rde1
Nd5 16. Bd2 Rc8 17. Ne4 c5 18. Nc3 N7f6 19. Nxd5 Nxd5
20. Kb1 cxd4 21. Nxd4 O-O 22. c3 Rfd8 23. Nb3 Nf6 24. Be3
b6 25. f3 Rd5 26. g4 Bd6 27. Rd1 Rxd1+ 28. Rxd1 Nd5 29. Bg1
Kh7 30. Nd4 Bb8 31. Bf2 g6 32. Rh1 gxh5 33. Rxh5 Kg6
34. Kc2 a6 35. a4 Bf4 36. Kb3 Bg5 37. Rh1 Be3 38. Bxe3 Nxe3
39. Ne2 Nc4 40. Nd4 Na5+ 41. Kc2 Nb7 42. Rh2 Nc5 43. a5
bxa5 44. Rh5 a4 45. Re5 Rc7 46. Rh5 f6 47. Ne2 e5 48. Rh1
a5 49. Ng3 Ne6 50. Kd3 Rb7 51. Kc2 Ng5 52. Rf1 Rc7 53. Nf5
a3 54. Nh4+ Kf7 55. bxa3 Ke6 56. Kd3 Nh3 57. c4 Nf4+
58. Kc3 Rd7 59. Kb3 h5 60. gxh5 Nxh5 61. Ka4 Rd4 62. Rh1
Rxc4+ 63. Kxa5 Nf4 64. a4 Rc7 65. Rg1 Rh7 66. Ng2 Nxg2
67. Rxg2 Rh3 68. Rf2 Kf5 69. Kb5 Rh1 70. Ra2 Kf4 71. a5
Kxf3 72. a6 Rh8 73. Ra3+ Kf4 74. a7 Ra8 75. Kb6 e4 76. Kb7
Rxa7+ 77. Rxa7 e3 78. Ra6 e2 79. Re6 Kf3 80. Rxf6+ Ke3
81. Re6+ 1/2-1/2


Am nächsten Tag schleiche ich mit einer Geheimwaffe in ihre Wohnung. Diesmal muß Lang gegen Lang spielen. Ein Holzbrett mit dem Mephisto Roma Programm darin, der Mephisto Montreal, stellt sich dem Chess Genius.
Der Montreal ist von 1993 und hat mit dem aus Rom bekannten Programm immerhin 1969 Elo.
In einer relativ drögen Caro-Kann Verteidigung passiert nicht viel in der klassischen Variante.
Zwar kommt es zu unterschiedlichen Rochaden aber beide Geräte vermeiden eine allzu aggressive Schlacht und spielen hauptsächlich aneinander vorbei. Zwar werden Freibauern durchgezogen, dennoch verstehen beide Parteien dies im Remisbereich abzuwickeln. Turmendspiele gehen eben oft Remis aus.

Jetzt hole ich mal zur Abwechslung wieder einen etwas schwächeren Kasten hervor. Der Champion 2150L hat im Prinzip das aus dem Saitek Blitz bekannte Programm. Hier aber etwas übertaktet.
Eigentlich hat das Julio Kaplan Programm vielleicht 1720 Elo, nach der Übertaktung sind es vielleicht 1750. Das sollte ein einfacher Sieg für den Genius werden, oder ?

[Event "40/120, Oldie-Turnier"]
[Site "SCW"]
[Date "2015.10.21"]
[Round "1"]
[White "Millennium Chess Genius"]
[Black "Radiosh. Chess Champ.2150L"]
[ECO "A08"]
[Result "1-0"]

1. Nf3 d5 2. g3 c5 3. Bg2 Nc6 4. O-O e6 5. d4 cxd4 6. Nxd4
Bc5 7. Nb3 Be7 8. e4 Nf6 9. exd5 Nxd5 10. Qe2 O-O 11. Rd1
b6 12. c4 Ba6 13. Qe4 Ncb4 14. cxd5 exd5 15. Qg4 Bc4
16. Na3 Bxb3 17. axb3 Bc5 18. Nb5 Qe7 19. Bf4 f5 20. Qf3
Qf6 21. Bd2 Rad8 22. Rxa7 Qxb2 23. Bc3 Bxf2+ 24. Kh1 Qxc3
25. Qxc3 Rf7 26. Rxf7 Kxf7 27. Qc7+ Ke8 28. Ra1 1-0

Diesmal erfreut der Millennium Chess Genius uns mit einem Königsindischen Angriff. Schon im 11.Zug vergibt der Radioshack mit 11...b6 die Partie. Hier hätte natürlich Ld7 erfolgen müssen. Was
nun ? Ich muß stärkeres Gerät hereinholen, will ich gegen den Millennium Kasten bestehen. Also hole ich den Novag Star Diamond herüber. Ein wirklich starkes Gerät mit Hash-Tabellen, wie der Genius, aber einem Kittinger Programm. Der Star Diamond ist das letzte spielstarke Gerät von Novag und wurde erst 2003 präsentiert. 25 mhz treiben das Gerät an. 2126 Elo protzen Silke nur so entgegen. Sie ist sichtlich nervös. Vielleicht sollte sie schon mal frische Batterien herausholen ?!


[Event "40/120, Oldie-Turnier"]
[Site "SCW"]
[Date "2015.10.22"]
[Round "1"]
[White "Novag Star Diamond"]
[Black "Millennium Chess Genius"]
[ECO "B14"]
[Result "1-0"]

1. e4 c6 2. d4 d5 3. exd5 cxd5 4. c4 Nf6 5. Nc3 e6 6. Nf3
Bb4 7. cxd5 Nxd5 8. Qb3 Nc6 {"} 9. Bd3 Qb6 10. Bd2 Nxd4
11. Nxd4 Qxd4 12. Bb5+ Kf8 13. O-O-O Bxc3 14. Bxc3 {"} Qxf2
15. Qb4+ Kg8 16. Rhe1 Qxg2 17. Qd6 Qg5+ 18. Bd2 Qf6
19. Qxd5 h6 20. Qd6 e5 21. Qxe5 Qxe5 22. Rxe5 Be6 23. a3
Rd8 24. Bc3 Kh7 25. Bd3+ Kg8 26. Be4 Rxd1+ 27. Kxd1 b6
28. Bd5 Bxd5 29. Rxd5 Kh7 30. Rd7 Kg6 31. Rxa7 Rd8+ 32. Ke2
Rd5 33. Ra6 Rh5 34. Rxb6+ f6 35. a4 Rxh2+ 36. Kd1 Rh1+
37. Be1 Rh3 38. a5 Rd3+ 39. Ke2 Rd8 40. a6 Re8+ 41. Kf2 Ra8
42. Kf3 h5 43. Bf2 Kh6 44. b4 Kg6 45. b5 Kf5 46. Rb7 g5
47. a7 g4+ 48. Kg2 h4 49. Bxh4 Rc8 50. Bf2 1-0


Wieder haben wir eine Caro-Kann Partie auf dem Brett. Früh verliert der Chess Genius schon im 12.Zug die Rochade, während der Star-Diamond lang rochieren kann. Das bringt es mit sich das die schwarze Dame wieder Angriffen ausgesetzt ist. Dabei kann der Millennium Schachcomputer nicht vermeiden einen vergifteten Bauer auf f2 zu essen. Damit ist die Partie eigentlich schon im 14.Zug gelaufen. Vielleicht sollte Ossi Weiner und sein Team um Richard Lang diese Variante vielleicht einmal im Eröffnungsbuch des Gerätes einbinden und statt 14...Dxf2? besser 14...Df4+ eingeben. Auch den g-Bauern frisst die schwarze Dame noch. Vielleicht doch die ganze Variante überarbeiten.
Jedenfalls ist es der Star-Diamond, das Spitzengerät von Novag das dem Millennium Chess Genius den ersten ganzen Punkt abnimmt.
Silke schaute betrübt. Und ich hatte endlich, endlich meinen wirklich verdienten Sieg bekommen.

[Event "40/120, Oldie-Turnier"]
[Site "SCW"]
[Date "2015.10.24"]
[Round "1"]
[White "Krypton Regency"]
[Black "Millennium Chess Genius"]
[ECO "C49"]
[Result "0-1"]

1. e4 e5 2. Nf3 Nc6 3. Nc3 Nf6 4. Bb5 Bb4 5. O-O O-O 6. d3
d6 7. Bg5 Bxc3 8. bxc3 Bd7 9. Qd2 Be6 10. Rfb1 a6 11. Bxc6
bxc6 12. Bxf6 Qxf6 13. Rb7 Qd8 14. c4 f5 15. exf5 Bc8
16. Rb3 Bxf5 17. Rab1 Bg4 18. Ne1 Qf6 19. Rb7 Qf7 20. h3
Bc8 21. R7b3 Qf6 22. Qe3 Qg6 23. Rb8 Rxb8 24. Rxb8 c5
25. a3 h6 26. c3 Qf5 27. Qe2 Qg5 28. Qe3 Qxe3 29. fxe3 e4
30. d4 Be6 31. Rxf8+ Kxf8 32. d5 Bc8 33. Kf2 a5 34. Kg3 g5
35. h4 a4 36. hxg5 hxg5 37. Kf2 Ba6 38. Nc2 Bxc4 39. Ke1
Bxd5 40. Ke2 Ke7 41. Ke1 Kf6 42. Ke2 Ke5 43. Ne1 Bc4+
44. Kf2 Kd5 45. Kg3 Be2 46. Kf2 Bd1 47. g3 Kc4 48. Ng2 Kxc3
49. Nf4 gxf4 0-1


Die Partie des Krypton Regency gegen den Chess Genius ist schnell erzählt. Dieses doch etwas passiv spielende Gerät mit einem Programm von Guyla Horvath hat wohl einen H8-Prozessor, konnte aber positionell nicht mit dem Genius mithalten. Die 1800 Elo haben nicht gereicht. Am Ende stand es nach einigen Abtäuschen schlecht um die weisse Stellung. Der weisse Springer auf e1 war doch durch die schwarzen bauern sehr in seiner Bewegung eingeschränkt. Genius gewann diese Partie dann schnell.



[Event "40/120, Oldie-Turnier"]
[Site "SCW"]
[Date "2015.10.25"]
[Round "1"]
[White "Fidelity Designer 2000 Dis."]
[Black "Millennium Chess Genius"]
[ECO "D14"]
[Result "0-1"]

1. d4 c6 2. c4 d5 3. cxd5 cxd5 4. Nf3 Nf6 5. Nc3 Nc6 6. Bf4
Bf5 7. e3 e6 8. Bd3 Bxd3 9. Qxd3 Be7 10. O-O a6 11. e4 dxe4
12. Nxe4 O-O 13. Rfc1 Qb6 14. b3 Rad8 15. Be3 Nxe4 16. Qxe4
Rd5 17. Rc3 Rfd8 18. Rd3 Qa5 19. Bd2 Qc7 20. Bf4 Bd6
21. Bd2 Qe7 22. a4 Qf6 23. Rc1 Qf5 24. Qxf5 Rxf5 25. Bg5
Rd7 26. Be3 Rd5 27. Rc4 g6 28. Rd1 Be7 29. Rc2 Bf6 30. Rcd2
Na5 31. Rb1 Rc7 32. b4 Nc6 33. b5 axb5 34. axb5 Ne7 35. Ra2
Nf5 36. Rb4 Rc3 37. Ra7 b6 38. Rb7 Nxe3 39. fxe3 Rxe3
40. Rxb6 Rc3 41. Ra6 Rc1+ 42. Kf2 Rc2+ 43. Kf1 Be7 44. Rb1
Rd8 45. b6 Bd6 46. h4 Bg3 47. b7 Kg7 48. Ne5 Rxd4 49. Nf3
Rf2+ 50. Kg1 Rb2 51. Raa1 Rdb4 52. Rxb2 Rxb2 53. Kf1 Rxb7
54. Ra5 Rb4 55. h5 Rb1+ 56. Ke2 Rb2+ 57. Kf1 Rf2+ 58. Kg1
Rc2 59. Kf1 Kf6 60. hxg6 hxg6 61. Ra3 Rf2+ 62. Kg1 Rb2
63. Nd2 Be5 64. Rf3+ Ke7 65. Rd3 Bf4 66. Nc4 Rc2 67. Na3
Rc1+ 68. Kf2 e5 69. Kf3 f5 70. Rb3 Kf6 71. g3 e4+ 72. Ke2
Be5 73. Rb6+ Kg5 74. Rb3 Kg4 75. Kf2 g5 76. Kg2 f4 77. gxf4
gxf4 78. Kf2 0-1


Der Fidelity Designer 2000 Display mit dem amerikanischen Programm von Dan und Kathe Spracklen konnte da schon etwas mehr entgegensetzen. Zwar ist das Gerät nur mit einem 8 Bit 6502 ausgestattet, die 1760 Elo sind auch nicht SO VIEL, aber der auf dem Excellence basierende Schachcomputer spielt in der Regel ganz ordentlich. Im 40.Zug hat sich der Genius gar vergallopiert und der Designer steht besser, hat er den weißen Freibauer doch schon auf b5 stehen. Mit 41.Tb8+ Kg7 42.b6 hätte sich der kleine wirksam in Szene setzen können. Aber der Designer entschied sich für das schwächere 41.Ta6? Doch auch Genius findet nicht mehr die richtigen Fortsetzungen und im 45.Zug ist der Freibauer dann wirklich schon auf b6 hochgezogen und der weisse hat gute Chancen die Partie zu gewinnen. Ganz nervös zwinkerte Silke mit den Augen.
Wieder hätte der Designer im 48.Zug nur Ta8 ziehen brauchen... aber irgendwie findet er doch den schlechtesten Zug. Und zwar so schlecht das plötzlich der Genius gewinnt. 48.Se5?? also mit 2 Fragezeichen. Wieder einmal hat der Genius mit Beharrlichkeit die Partie gerettet.

[Event "40/120, Oldie-Turnier"]
[Site "SCW"]
[Date "2015.10.27"]
[Round "1"]
[White "Millennium Chess Genius"]
[Black "Saitek Sparc"]
[ECO "A52"]
[Result "1-0"]

1. d4 Nf6 2. c4 e5 3. dxe5 Ng4 4. Bf4 Nc6 5. Nf3 Bb4+
6. Nbd2 Qe7 7. e3 Ngxe5 8. Nxe5 Nxe5 9. Be2 O-O 10. O-O Ng6
11. Bg3 Bd6 12. Bxd6 Qxd6 13. Nf3 Qb6 14. Qd4 d6 15. Rac1
c5 16. Qd2 Bf5 17. Rfd1 Rfe8 18. b3 Rad8 19. Bd3 Bg4
20. Qc3 Ne5 21. Nxe5 Bxd1 22. Nxf7 Kxf7 23. Rxd1 Kg8
24. Qc2 h6 25. Be4 Qa6 26. Rd2 Re7 27. Bd5+ Kh8 28. Qg6 Qa5
29. Rd1 Rde8 30. Ra1 Qc3 31. Rf1 Qe5 32. Rd1 Rf8 33. Bf3
Re6 34. Qg4 b6 35. h3 Rff6 36. Bd5 Re8 37. Bf3 Rd8 38. Qe4
Qxe4 39. Bxe4 a6 40. f3 Re8 41. Kh2 g6 42. h4 Kg7 43. Kg3
Re7 44. a4 Re8 45. Rd2 h5 46. Rd3 Kf7 47. Kh3 Ke7 48. g4
hxg4+ 49. Kxg4 Kf7 50. Rd1 Kg7 51. h5 gxh5+ 52. Kxh5 Kf7
53. Bd5+ Ke7 54. f4 Rh8+ 55. Kg4 Rg6+ 56. Kf3 Rh3+ 57. Kf2
Rh2+ 58. Kf3 Rb2 59. Be4 Rg7 60. Rd3 Rg1 61. Rc3 Rh2
62. Rd3 Rh3+ 63. Kf2 Rc1 64. Kg2 Rch1 65. Kf2 R1h2+ 66. Bg2
Rh8 67. Kg3 R2h6 68. Be4 Rg8+ 69. Kf3 Rh3+ 70. Kf2 Rg7
71. Bb7 a5 72. Bc8 Rh2+ 73. Kf3 Rg1 74. Ke4 Rb2 75. f5 Rg8
76. Be6 Rg3 77. Kd5 Re2 78. Kc6 Rexe3 79. Rxd6 Kf6 80. Kxb6
Rxb3+ 81. Kxc5 Rb4 82. Ra6 Ra3 83. Bd7+ Kg5 84. Rxa5 Rb7
85. Be6 Kf6 86. Ra6 Rb8 87. a5 Ke5 88. Kc6 Rd8 89. Kb7 Rd1
90. c5 Rb1+ 91. Rb6 Rba1 92. a6 Rh3 93. c6 Rh7+ 94. c7 Rc1
95. Rc6 Ra1 1-0

Nun reicht es mir. Ich nehme den vielleicht stärksten Spracklen den ich habe. Das von Saitek gebaute Sparc-Modul ist die Fortsetzung von Dan und Kathe Spracklen nicht mehr bei Fidelity, sondern bei Saitek. 1993 präsentiere Eric Winkler dieses fulminante Modul das mit 20 mhz 32 Bit CPU und reichlich ROM und RAM ausgestattet war. Das brachte 2225 ELO. Und diese musste der Millennium Kasten nun aushalten.
Schon die Eröffnung ist spannend, das Budapester Gambit, mal sehen was der schwarze Sparc damit ausrichten kann. Leider kann der Sparc mit der eigentlich scharfen Eröffnung nicht viel anfangen. So steht das Spracklen Programm sehr schnell mit einem Bauern weniger UND einer schlechteren Stellung, d.h. ohne Kompensation für den Bauern da. Im 21.Zug kann Genius mit einer Kombination überraschen. Weiß hat dann die Qualität weniger und spielt mit dem Läufer und dem Turm gegen den rückständigen Bauern. Zwar steht weiss sehr gut auf den weißen Feldern gegen den König. Aber nach 29...Dxa2 könnte schwarz mit 30.Le4 Txe4 31.Dxe4 Dxb3 zurückschlagen und besser stehen. Es kam allerdings anders mit 29...Tde8. Nach Abtausch der Damen können wir uns wieder ein Endspiel anschauen. Schwarz spielt das zuerst sehr gut mit seinen 2 Türmen und fast sieht es im 60 Zug danach aus, als ob der Sparc die Partie nach Hause fährt. Dann aber hat Weiß den aktiven König der sich durch die Bauernfronten mogelt und alles abräumt was im Wege steht, bis am Ende die Bauern marschieren. Gegen 3 vorrückende Freibauern können auch 2 Türme nichts mehr machen. Der Millennium Chess Genius hat tatsächlich den Sparc geschlagen.


[Event "40/120, Oldie-Turnier"]
[Site "SCW"]
[Date "2015.10.29"]
[Round "1"]
[White "Rebel Portorose X"]
[Black "Millennium Chess Genius"]
[ECO "E12"]
[Result "0-1"]

1. d4 Nf6 2. c4 e6 3. Nf3 b6 4. a3 Bb7 5. Nc3 d5 6. cxd5
Nxd5 7. Qc2 Nxc3 8. Qxc3 h6 9. b4 Be7 10. Bb2 Nd7 11. Rc1
Bd6 12. d5 Nf6 13. dxe6 fxe6 14. e3 O-O 15. Bc4 Qe7 16. Qb3
Rae8 17. Nd4 Nd5 18. Bb5 Ra8 19. Bc6 Bxc6 20. Rxc6 a5
21. bxa5 Rxa5 22. O-O Qh4 23. h3 Qe4 24. Qc2 Qxc2 25. Rxc2
Kf7 26. e4 Nf6 27. Nc6 Rc5 28. Rxc5 Bxc5 29. Ne5+ Kg8
30. Re1 Rd8 31. Nf3 Ra8 32. e5 Nd5 33. Rd1 Kf7 34. Rd3 Ke7
35. Nd4 Nf4 36. Nc6+ Ke8 37. Rd1 Nd5 38. Nd4 Kd7 39. Nc2 h5
40. Kf1 Ra4 41. f3 Rc4 42. Ne1 Kc6 43. Rd3 g6 44. Rb3 Nf4
45. h4 Nd5 46. g3 Ne3+ 47. Ke2 Nf5 48. f4 Re4+ 49. Kf1 Re3
50. Rxe3 Nxe3+ 51. Ke2 Nc4 52. Bc3 Nxa3 53. Nd3 Nb5
54. Nb4+ Bxb4 55. Bxb4 Nd4+ 56. Kd3 Nf5 57. Be1 Kd5 58. Bf2
c5 59. Kd2 Ke4 60. Ke2 Nd4+ 61. Bxd4 cxd4 62. Kd2 b5
63. Ke2 d3+ 64. Kd2 b4 65. Kd1 b3 66. Kc1 Kd4 0-1

Tja. Guter Rat war nun teuer. Hatte ich überhaupt noch Geräte die den Millennium Chess Genius irgendwie stoppen konnten ? Ich nahm ein Experimental-Programm das Ed Schröder 1989 bei der WM in Portorose eingesetzt hatte, den Rebel-Portorose. Im Prinzip benutzt das Gerät die selbe Hardware wie ein MM4/MM5, also 6502 auf 5 mhz.
In einer Damenindischen Partie konnte Genius nach Abtausch der Damen sehr schnell eine vorteilhafte Stellung bekommen. Im Endspiel hat er dann einfach mit deinem König und den 3 noch verbliebenen Figuren die aktivere Rolle gespielt und Rebel Portorose hatte keine Chance.


[Event "40/120, Oldie-Turnier"]
[Site "SCW"]
[Date "2015.10.31"]
[Round "1"]
[White "Fidelity Designer 2325"]
[Black "Millennium Chess Genius"]
[ECO "D67"]
[Result "0-1"]

1. d4 Nf6 2. c4 e6 3. Nc3 d5 4. Bg5 Be7 5. e3 O-O 6. Nf3
Nbd7 7. Rc1 c6 8. Bd3 dxc4 9. Bxc4 Nd5 10. Bxe7 Qxe7
11. O-O b6 12. e4 Nxc3 13. Rxc3 Bb7 14. Qe2 c5 15. Rfc1
cxd4 16. Nxd4 Nc5 17. f3 Rfd8 18. Qe3 Rac8 19. Kh1 Na4
20. R3c2 Nc5 21. e5 Qh4 22. Nb5 a5 23. a3 Ra8 24. Nd6 Ra7
25. Nxb7 Rxb7 26. b4 axb4 27. axb4 Nd7 28. Rd2 Nf8 29. g3
Qe7 30. Ra1 Rxd2 31. Qxd2 Rd7 32. Bd3 f6 33. f4 Qd8 34. Rd1
fxe5 35. fxe5 Ng6 36. Qc2 Rd4 37. Kg1 Nxe5 38. Bxh7+ Kh8
39. Rxd4 Qxd4+ 40. Kg2 Qxb4 41. Be4 Qc4 42. Qxc4 Nxc4
43. Kf2 Kg8 44. Ke2 Kf7 45. Kd3 Na3 46. Kd4 Ke7 47. g4 Kd6
48. g5 Nb5+ 49. Kc4 Ke5 50. Kxb5 Kxe4 51. g6 Kf5 52. Kc4
Kxg6 53. Kb5 e5 54. Kc4 Kf5 55. Kd3 Kf4 56. Ke2 e4 0-1

Ich versuchte es mit einem Sahnestück. Dem Fidelity Mach IV im Designer Gehäuse. Offiyielle Bezeichnung des Boliden ist Fidelity Designer 2325. Dieses Gerät benutzt einen 68020 Prozessor mit immerhin 20 mhz. Ein 32 Bit Computer mit Hashtables der 1991 vorgestellt wurde.
Bereits früh in der Eröffnung konnte der Mach IV positionellen Vorteil mit einem Vorposten-Springer erzielen. Unverständlicherweise hat er dann diesen guten Springer gegen einen Fianchetto-Läufer des Gegners getauscht. Nach weiteren Abtäuschen stand die Partie dann im 31. Zug an einer Wende. Der ganze weisse Vorteil der vorher vorhanden war, zerronnen. Im Gegenteil, Genius konnte einen Bauern gewinnen und stand im Endspiel mit 2 Freibauern da, auf der B und E Linie.
Das ging tödlich aus. Wieder eine verlorene Partie für mein Team. Silke grinste mich an. Wenn sie nicht ein so schönes Gesicht gehabt hätte. Wäre ich wohl sauer gewesen. Was hätten Sie denn jetzt an meiner Stelle getan ? Weglaufen ?! Der Mach IV hatte immerhin eine Elo von 2074!


[Event "40/120, Oldie-Turnier"]
[Site "SCW"]
[Date "09.10.2015"]
[Round "1"]
[White "Fidelity Designer 2265"]
[Black "Milennium Chess Genius"]
[Result "1-0"]

1. d4 Nf6 2. c4 g6 3. Nc3 Bg7 4. e4 d6 5. f3 O-O 6. Be3 e5 7. d5 Nh5 8. Qd2 f5
9. O-O-O a6 10. exf5 gxf5 11. Bg5 Nf6 12. Kb1 f4 13. g3 h6 14. Bh4 Bf5+ 15. Ka1
fxg3 16. hxg3 Qe8 17. g4 Bg6 18. g5 hxg5 19. Bxg5 Bf5 20. Nge2 Qg6 21. Bh6 Kf7
22. Bxg7 Qxg7 23. Bh3 Bxh3 24. Rxh3 Rh8 25. Rxh8 Qxh8 26. f4 Nbd7 27. fxe5 dxe5
28. d6 Rc8 29. Ne4 Qh4 30. N2g3 Qf4 31. Qh2 Qg4 32. Rf1 Kg6 33. Qf2 Rf8
1-0


Ich kramte den nächsten Fidelity hervor. Den Mach III im Designer Gehäuse, den sogenannten Fidelity Designer 2265. Dieser Schachcomputer hatte nur den schwächeren 68000 16 Bitter mit 16 mhz als Hardwarebasis. Wohl auch Hashtables, aber er kam natürlich nicht ganz so tief wie der Mach IV.
Das zeigte sich in der Elo von 1993. Nicht ganz so viel, dennoch: In einer Königsindischen Verteidigung hatte der Fidelity gegen den Millennium nach bereits 16 Zügen eine schöne Gewinnstellung aufgebaut, und ich konnte schon den Champagner herausholen und darauf anstossen. An diesem Lauf änderte sich nichts. Im 20 Zug schon ist der Genius sowas von platt gespielt. Daran ändern dann auch die kleinen Ungenauigkeiten des Mach III nichts. Nach 33 Zügen ist der Chess Genius stehend tot. Na Bitte. Geht doch. So bitte weiter.

[Event "40/120, Oldie-Turnier"]
[Site "SCW"]
[Date "2015.11.02"]
[Round "1"]
[White "Millennium Chess Genius"]
[Black "Novag Emerald Classic Plus"]
[ECO "D00"]
[Result "1-0"]

1. d4 d5 2. Bg5 Nf6 3. Nd2 Nbd7 4. Ngf3 {"} h6 {"} 5. Bh4
e6 6. e3 c5 7. Bb5 a6 8. Bd3 Bd6 9. c3 O-O 10. O-O Qb6
11. Qc2 Re8 12. b3 e5 13. dxe5 Bxe5 14. Rfd1 Bd6 15. c4 Qc7
16. cxd5 g5 17. Bg3 Bxg3 18. hxg3 Nxd5 19. Bh7+ Kh8 20. Be4
N5f6 21. Rac1 Nxe4 22. Nxe4 b5 23. Qc3+ Kh7 24. Nd6 Rd8
25. Nxf7 Rf8 26. N3xg5+ hxg5 27. Nxg5+ Kg8 28. Ne6 Qe5
29. Qxe5 Nxe5 30. Nxf8 Kxf8 31. Rxc5 Nf7 32. Kf1 Bg4 33. f3
Rc8 34. Rdc1 Rxc5 35. Rxc5 Bd7 36. Rc7 Ke7 37. Ra7 Kd6
38. Rxa6+ Kc5 39. Kf2 Bc8 40. Ra7 Be6 41. g4 Ne5 42. Kg3
Bd5 43. e4 Be6 44. f4 Nc6 45. Rh7 1-0

Der Emerald Classic Plus von Novag ist schon ein modernerer Kasten mit H8 Prozessor und 26 mhz. 1997 vorgestellt kommt er auf immerhin 1940 Elo Punkte.
In einer ungewöhnlichen Damenbauer-Eröffnung kann der weiss spielende Genius schon nach kurzer Zeit eine vorteilhafte Stellung aufbauen. Bereits nach 22 Zügen ist die Partie eigentlich gelaufen. Ich spiele allerdings noch ein wenig weiter weil ich es gegenüber Silke nicht eingestehen möchte das dieser Punkt an Sie geht.


[Event "40/120, Oldie-Turnier"]
[Site "SCW"]
[Date "2015.11.04"]
[Round "1"]
[White "Saitek Chess Challenger"]
[Black "Millennium Chess Genius"]
[ECO "A29"]
[Result "0-1"]

1. c4 e5 2. Nc3 Nc6 3. Nf3 Nf6 4. g3 d5 5. cxd5 Nxd5 6. Bg2
Nb6 7. O-O Be7 8. a4 a5 9. b3 Bf5 10. Bb2 O-O 11. d3 f6
12. Rc1 Be6 13. Ne4 Bd5 14. Re1 Nb4 15. Ned2 Qc8 16. Nf1
Qe6 17. N3d2 Bxg2 18. Kxg2 c6 19. Ne3 Rfd8 20. Rf1 N6d5
21. Nxd5 Qxd5+ 22. Nf3 Rd7 23. Rc4 b5 24. axb5 cxb5 25. Rc1
Rad8 26. d4 exd4 27. Ra1 d3 28. Rxa5 Rc8 29. Ba3 Nc6 30. e4
Qxe4 31. Re1 Qd5 32. Ra6 Bxa3 33. Rxa3 d2 34. Re2 Qxf3+
35. Kxf3 Nd4+ 36. Kg2 Nxe2 37. Ra1 Nc3 38. Qg4 Rcd8
39. Qe6+ Kf8 40. Qc6 d1=Q 41. Rxd1 Nxd1 42. Qc5+ Re7
43. Qxb5 Rd2 44. Qb8+ Kf7 45. Qb5 Rxf2+ 46. Kh3 Re5
47. Qd7+ Kg6 48. Qd3+ Kh6 49. Qxd1 Rh5+ 50. Qxh5+ Kxh5 0-1

Gegen den damals relativ preisgünstigen Mephisto Chess Challenger muss man erst einmal gewinnen können. Das Programm von 2004 läuft übertaktet auf 24 mhz und schon in der 10 mhz Fassung hat es 1978 Elo. Frans Morsch hat da mit seinen Nullmove-Geräten ordentliches geleistet. Und so probierte ich es.
In einer englischen Partie kam der Challenger leider nur eng und bedrängt aus der Eröffnung. Er konnte seine Figuren einfach nicht wirklich entwickeln und stand im 25. Zug schon entsprechend einsam auf der Verliererstraße. Von da an trieb der Genius die Exekution gnadenlos voran und schon im 32.Zug war eigentlich alles gelaufen. Ich spielte aber noch bis zum 50.Zug weiter. Weil Silke so schöne Augen hatte und ich einfach nicht gehen wollte. Oh mein Gott der D-Bauer tat so weh.


[Event "40/120, Oldie-Turnier"]
[Site "SCW"]
[Date "2015.11.05"]
[Round "1"]
[White "Excalibur Grandmaster 24 mhz"]
[Black "Millennium Chess Genius"]
[ECO "C40"]
[Result "0-1"]

1. e4 e5 2. Nf3 f5 3. Nxe5 Qf6 4. d4 d6 5. Nc4 fxe4 6. Ne3
Nc6 7. d5 Ne5 8. Nc3 Qg6 9. Qd4 Nf6 10. Nb5 Qf7 11. Nxa7
Bd7 12. Nb5 Kd8 13. Nc3 Qg6 14. Be2 Be7 15. O-O Nf3+
16. Bxf3 exf3 17. g3 Re8 18. Re1 Rf8 19. Bd2 b6 20. a4 Nh5
21. Ne4 Nf6 22. Nd1 Qf5 23. Nxf6 Qh3 24. Ne3 Rxf6 25. Qe4
Rh6 26. Qxf3 Qxh2+ 27. Kf1 Rf6 28. Nf5 Bxf5 29. Bf4 h5
30. Rxe7 Kxe7 31. g4 Bd3+ 32. cxd3 Rxf4 33. Re1+ 0-1

Wir wissen nicht genau welcher Programmierer für den Excalibur Grandmaster verantwortlicht zeichnet. Nach dem Ende Fidelitys retteten sich die ehemaligen Mitarbeiter in der Firma Excalibur und stellten weiterhin Schachcomputer her. Der Grandmaster ist ein turniergrosser Schachcomputer aus Plastik mit Magnetsensoren. Er hat sogar 2 LCDisplays, auf denen er aber meist nur die Uhrzeiten anzeigt. Will man Suchinformationen sehen unterbricht dies den Permanent Brain Prozess. Ich musste also in dieser Partie selber mit Silke auf das LCD des Millennium Chess Genius schauen, wollte ich wissen wie die Geräte so bewerten. Im Grandmaster steckt ein H8 Prozessor den ich auf 24 mhz übertaktet hatte. In der 10 mhz Ausführung liegt der Kasten bei 1978 Elo. Ob nun Ron Nelson wirklich für die teils bizarren Spielzüge des Gerätes verantwortlich ist oder nicht, wir werden es wohl nie erfahren. Hier aber versuchte es das amerikanische Gerät gegen den Deutschen.
Wieder verblüffte der mit schwarz spielende Millennium Chess Genius mit einer markanten Eröffnung, dem sogenannten Lettischen Gambit. Ich musste 2 mal aufs Brett schauen als da tatsächlich 2...f5 stand. Nach 14 weissen Zügen hatte der Excalibur eigentlich eine schöne Stellung gegen den Genius aufgebaut. Ich träumte schon von einem Sieg. Dann allerdings kam ein eklatanter Fehlzug den ich überhaupt nicht verstehen kann. 15.O-O ?? Der Kasten rochiert einfach in eine gefährliche Angriffsstellung hinein. Wie das ? Hat der Grandmaster keine Königssicherheitsterme die das vorab hätten anzeigen können ??? Scheinbar nicht. Jedenfalls sehr skuril. Ein wenig vertändelt Genius daraufhin die Stellung wieder. Aber dann macht der Grandmaster schon wieder so einen Zug der die Königssicherheit vernachlässigt. Im 23.Zug hätte er 23.Sg5 ziehen können, was immerhin das Feld h3 noch überdeckt. Durch den Abtausch 23.Sxf6?? allerdings kann der Schwarze die Dame auf h3 stellen und droht einzügig Matt. Wie kann man SOWAS denn übersehen ?
Aber es kommt noch dicker. Im 25.Zug müsste eigentlich Dh4 kommen um den Damentausch einzuleiten, denn Schwarz hat einen unangenehmen Angriff. Und was macht der Unglücksrabe Grandmaster ? Ganz ungrossmeisterlich spielt er 25.De4?? und damit ist die Partie nach dem überführen des schwarzen Turmes nach h6 auch gelaufen. Fassungslos schaute ich auf die Stellung. Mir scheint der Grandmaster hat gar keine Königssicherheitsfunktionen eingebaut in seiner Stellungsbewertung. Ein merkwürdiges Gerät.


[Event "40/120, Oldie-Turnier"]
[Site "SCW"]
[Date "2015.11.06"]
[Round "1"]
[White "Millennium Chess Genius"]
[Black "Fidelity Avantgarde v9"]
[ECO "A07"]
[Result "1-0"]

1. Nf3 d5 2. g3 Nf6 3. c4 dxc4 {"} 4. Qa4+ c6 5. Qxc4 Nbd7
6. Bg2 e5 7. d3 Be7 8. O-O O-O 9. Qc2 Nd5 10. Nc3 Nb4
11. Qb3 Na6 12. a3 Qc7 13. d4 exd4 14. Nxd4 Ne5 15. Bf4 Rd8
16. Rfd1 Bc5 17. e3 Qe7 18. Bxe5 Qxe5 19. Nf3 Rxd1+
20. Rxd1 Qe7 21. Qa4 Bb6 22. Qe4 Be6 23. Nd4 Nc5 24. Qf3
Rd8 25. b4 Nb3 26. Nxe6 Qxe6 27. Rxd8+ Bxd8 28. Qd1 Bf6
29. Nd5 cxd5 30. Bxd5 Qd7 31. Qxb3 b6 32. b5 Qc7 33. Qc4
Qxc4 34. Bxc4 Kf8 35. Kg2 Ke7 36. a4 Bc3 37. Kf3 f6 38. Bg8
h6 39. Ke4 g6 40. Kd3 Bb2 41. h3 f5 42. g4 Kf6 43. gxf5
gxf5 44. Bb3 Kg5 45. Ke2 Kg6 46. f4 Ba3 47. Kf3 Bc5 48. Bc2
Kf6 49. e4 fxe4+ 50. Kxe4 Bd6 51. Bb3 Bb4 52. Bd1 Bc3
53. h4 h5 54. Bxh5 Be1 55. f5 Bxh4 56. Bg6 Ke7 57. Kd5 Kd7
58. Bh5 Bg5 59. Bg4 Bf6 60. Bh3 Bg5 61. f6+ Ke8 62. Ke6 Kf8
63. Bf5 Bd2 64. Bd3 Bb4 65. Bc4 Ke8 66. f7+ Kd8 67. Bd3 Bc5
68. Bf5 Bb4 69. Be4 Bc5 70. Bd5 Bb4 71. Bb7 Bf8 72. Kf5 Kc7
73. Be4 Kd6 74. Kg6 Ke6 75. Bc2 Ke7 76. Bd3 Ke6 77. Be2 Kd6
78. Kf6 Kd7 79. Bh5 Kd6 80. Kg6 Ke6 81. Kh7 Ke7 82. Kg8 Bh6
83. Bf3 Bf8 84. Bd5 Bh6 85. Be4 Bf8 86. Bf3 Bh6 87. Bc6 Bf8
88. Be4 Bh6 89. Bd3 Bf8 90. Bc4 Bh6 91. Bb3 Bf8 92. Be6 Bh6
93. Bc4 Bf8 94. Bb3 Bh6 95. Bd5 Bf8 96. Bb7 Bh6 97. Bg2 Bf8
98. Bc6 Bh6 99. Kh7 Bf8 100. Kg6 Kd6 101. Bg2 Ke5 102. Bh3
Kd6 103. Kf6 Kc5 104. Ke6 Kb4 105. Kd7 Kxa4 106. Bf1 Kb4
107. Ke8 Bg7 108. f8=Q+ Bxf8 109. Kxf8 Kc3 110. Ke7 Kd4
111. Kd6 Ke4 112. Kc6 1-0

Danach brauchte ich erst einmal eine Auszeit und musste meine Wunden lecken. Silke erzählte ich, das ich noch Weihnachtsbesorgungen einzukaufen hätte und ich zog mich in meine Wohnung zurück und beriet mich telefonisch mit einem anderen Computerschach Kollegen und ehemaligen Lehrer. Mein Freund Uli meinte das ich jetzt nicht mehr viele Trümpfe im Petto hätte und das vielleicht der Fidelity Elite Avantgarde meine letzte Rettung sein könnte. Dieses formschöne Holzgerät aus Amerika, erneut mit dem hochgezüchteten Spracklen Programm hatte ich jüngst erworden und auf eine V9 zusammengebastelt. Der V9 wird von einem Motorola 68030 mit 32 Mhz angetrieben und das katapultiert das alte Spracklen Programm auf sagenhafte 2121 Elo. 1989 vorgestellt war das eine Top-Elo für Schachcomputer. Das Gerät macht auch viel her. Silke staunte erfürchtig als ich das mächtige Holzgehäuse neben ihren kleinen Plastikknirps stellte. Eine Sache die mich erneut stutzig machte war die Tatsache das der Millennium Chess Genius noch immer mit demselben Satz Batterien spielte, den 3 China-Batterien die dem Gerät beilagen. Konnte das eigentlich mit rechten Dingen zugehen ?? Wo nahm der Kasten nur seine Energie her ? Selbstverständlich hatte der Fidelity Elite V9 auch schöne Hashtables und 2 LED beleuchtete Anzeigen auf der Seite die alle Informationen seines Suchprozesses preisgaben. Verglichen mit den blassen, wenn auch hintergrundbeleuchteten, Punktmatrixdisplay Anzeigen des Genius war das natürlich Luxus pur.
Leider steht Genius nach 17 Zügen schon sehr gut und das in einem Königsindischen Angriff. Hier gibt das Buch des Avantgarde wohl nicht viel her. Nach einigen Abtäuschen geht es im 25.Zug dann aber schon wieder. Wenn der V9 nicht 25...Sb3? gespielt hätte anstatt den Springer nach d7 zu stellen. Jetzt kommt ein langwieriges Läufer-Bauern-Endspiel wo Genius einen Bauern mehr hat.
Dieser wird als Freibauer manifestiert und klettert auf der F-Linie hoch. Als dieser auf f7 steht wiederholen beide Geräte die Stellung und ich dachte schon da ganze geht nun doch noch Remis aus. Aber... dann im 103. Zug !! macht der Avantgarde v9 einen entscheidenden Fehler indem er mit dem König zum Damenflügel herüberrennt statt da oben beim gegnerischen Freibauern zu warten. Ich bin total geschockt und Silke muss frischen Kaffee aufsetzen nach dieser langen Partie weil ich einfach Nervennahrung brauche. Nach 103...Kc5 ?? ist die Partie natürlich verloren für Schwarz ! Wie konnte so ein Fehler passieren ?! Ich leide sehr. Aber da muss ich ja jetzt irgendwie durch.

[Event "40/120, Oldie-Turnier"]
[Site "SCW"]
[Date "2015.11.10"]
[Round "1"]
[White "Fidelity Designer 2100"]
[Black "Millennium Chess Genius"]
[ECO "B13"]
[Result "0-1"]

1. e4 c6 2. d4 d5 3. exd5 cxd5 4. Bd3 Nc6 5. c3 g6 6. Nf3
{"} Nh6 7. O-O Bf5 8. Bf4 Qb6 9. b4 Bg7 10. b5 Bxd3
11. Qxd3 Nd8 12. Nbd2 Ng4 13. Be5 Nxe5 14. dxe5 Rc8
15. Qxd5 Rc5 16. Qd3 Qxb5 17. Qxb5+ Rxb5 18. Rfe1 O-O
19. Rab1 Ra5 20. Rb2 b6 21. Nb3 Ra4 22. Nbd4 e6 23. Rd1 Rc4
24. Rd3 Nc6 25. Nxc6 Rxc6 26. Nd4 Rc4 27. f4 Rd8 28. Rbd2
Ra4 29. Kf2 Rd5 30. Kf3 Bh6 31. Re2 Rda5 32. Rdd2 Rc4
33. Rd3 Rac5 34. Ree3 g5 35. g3 Kg7 36. Kg4 Kg6 37. h4 gxh4
38. gxh4 Bf8 39. h5+ Kg7 40. Rg3 Kh6 41. Rde3 Be7 42. Rd3
Ra5 43. Rg2 Rd5 44. Rh2 Rc7 45. Rh1 Rc8 46. Kf3 Ra5 47. Rh2
Rc4 48. Nb3 Raa4 49. Nd4 Bc5 50. Kg4 Bxd4 51. cxd4 Rxd4
52. Rxd4 Rxd4 53. Rc2 Ra4 54. Rb2 Ra3 55. Kh4 Ra5 56. Kg4
Ra4 57. Re2 b5 58. Rb2 b4 59. Rg2 Ra3 60. Rf2 a5 61. Rd2
Kg7 62. f5 Kh6 63. Rd6 Rxa2 64. fxe6 fxe6 65. Rxe6+ Kg7
66. Re7+ Kg8 67. Rb7 Ra1 68. e6 Re1 69. Kf5 Rf1+ 70. Kg5
Rf8 71. Ra7 b3 72. Rxa5 Rb8 73. Ra1 b2 74. Rb1 Kf8 75. Kf6
h6 76. Kg6 Ke7 77. Kxh6 Kf6 78. Kh7 Rb7+ 79. Kh6 Rb5 80. e7
Kf7 81. e8=Q+ Kxe8 82. Kg7 Rb7+ 83. Kf6 Kf8 84. Ke5 Rb4
85. Kf6 Rb5 86. Kg6 Kg8 87. Kh6 Kf7 88. Rf1+ Ke6 89. Rb1
Kf5 90. Kg7 Rb7+ 91. Kf8 Ke6 92. Kg8 Kf6 93. Kh8 Kg5
94. Kg8 Kxh5 95. Kf8 Kg4 0-1


Der Fidelity Designer 2100 ist praktisch der Par Excellence im neueren Designer Gehäuse. Im Gegensatz zum Excellence ist der Par Excellence taktisch stärker, aber positionell schwächer. Von der Hardware her ist wenig Unterschied zum Designer 2000. 1988 brachte Fidelity dieses 8 Bit Gerät auf den Markt. Immerhin lief es mit 6 mhz und sollte etwas stärker sein, um die 1835 Elo. In der Caro-Kann Abtauschvariante kommt es mal wieder zu einer Partie in der die vorrückenden Bauern das Thema vorgeben. Lange war die Partie blockiert, dann aber wird schnell getauscht und wir haben mal wieder ein Turmendspiel auf dem Brett bei dem Genius sich beinahe noch verzockt. Zwar hat Genius auf dem Damenflügel 2 verbundene Freibauern, aber auf dem Königsflügel kommt der Designer 2100 dem schwarzen sehr nahe und droht im 71. Zug mit h6 unangenehmen Ärger. Doch der Designer zieht 71.Ta7? Und so kann Genius davonkommen. Eigentlich wäre das jetzt alles Remis was da kommt, aber der 8 Bit Computer von 1988 kann das nicht richtig weiterspielen und verliert die Partie sogar noch. Im 87. Zug hätte 87.h6 das Remis gerettet. Doch der Designer zieht 87.Kh6? Und im weiteren Verlauf in einer ähnlichen Situation 90.Kg7? Statt Tf1+. Das war es dann. Wer den letzten Fehler macht, verliert.


[Event "40/120, Oldie-Turnier"]
[Site "SCW"]
[Date "2015.11.15"]
[Round "1"]
[White "Millennium Chess Genius"]
[Black "Saitek Explorer Pro 24"]
[ECO "A08"]
[Result "1/2-1/2"]

1. Nf3 d5 2. g3 c5 3. Bg2 Nc6 4. d3 e6 5. c4 dxc4 6. dxc4
Qxd1+ 7. Kxd1 Nf6 8. Nc3 Be7 9. Bf4 O-O 10. Ke1 Rd8 11. Rd1
Rxd1+ 12. Nxd1 Nd7 13. b3 Nb4 14. a4 Nc2+ 15. Kf1 Nd4
16. Nxd4 cxd4 17. Bc1 Bb4 18. Bb2 e5 19. e3 d3 20. Bd5 Nc5
21. Bxe5 Nxb3 22. Kg2 Bd7 23. Bxb7 Re8 24. Bc3 Rb8 25. Bd5
Bxa4 26. Be5 Re8 27. Bc3 Rb8 28. Be5 Re8 29. Bc3 Rb8 1/2-1/2

Der Mephisto Explorer Pro ist ein moderner auf dem H8 basierender Schachcomputer mit einem Programm von Frans Morsch. Hier sogar noch übertaktet auf 24 mhz. Das Gerät stammt erst aus dem Jahre 2007, also wirklich noch sehr jung und schafft es auf 2050 Elo. Schon sehr früh werden die Damen getauscht und wir haben wieder einen Königsindischen Angriff. Die Geräte tauschen was das Zeug hergibt. Der Explorer steht leicht besser. Weiß, also Millennium Chess Genius hat die Rochade verloren und der Turm auf h1 ist abgeklemmt vom Spielgeschehen. Dann jedoch kann Genius sein Läuferpaar sehr schön zentral platzieren. Dann schon einigen die Geräte sich bei einer Stellungswiederholung auf ein Remis.

[Event "40/120, Oldie-Turnier"]
[Site "SCW"]
[Date "2015.11.19"]
[Round "1"]
[White "Tiger Grenadier"]
[Black "Millennium Chess Genius"]
[ECO "A00"]
[Result "0-1"]

1. b4 c6 2. e3 d5 3. Nf3 Nf6 4. c4 Bg4 5. h3 Bh5 6. Nc3 e6
7. cxd5 exd5 8. g4 Bg6 9. a3 Bd6 10. Nh4 a5 11. bxa5 Qe7
12. a4 d4 13. Ne2 dxe3 14. fxe3 Ne4 15. g5 Qxg5 16. Nxg6
hxg6 17. h4 Bg3+ 18. Nxg3 Qxg3+ 19. Ke2 Qf2+ 20. Kd3 Qf5
21. Bh3 Qd5+ 22. Kc2 Nf2 23. Qf1 Nxh1 24. Bb2 Ng3 25. Qf4
Qe4+ 26. Qxe4+ Nxe4 27. Bxg7 Rxh4 28. Rh1 Ke7 29. Bg2 Rxh1
30. Bxh1 Nf6 31. d4 Rxa5 32. Kb3 Rh5 33. Bg2 Nfd7 34. e4
Rh7 35. Be5 Nxe5 36. dxe5 Ke6 37. Kc3 Kxe5 38. a5 Rh2
39. Bf1 Kxe4 40. Bd3+ 0-1

Der relativ seltene Tiger Grenadier ist ein Gerät mit einem Programm des österreichischen Programmierers Chrilly Donninger. 1998 auf den Markt gekommen mit einem starken SuperH7 Prozessor ausgestattet der auch auf 20 mhz läuft kommt das Gerät auf 1960 Elo. Der Tiger überrascht uns mit einer Sokolsky Eröffnung. Ohne Furcht zieht der Grenadier nicht nur den B sondern auch noch den G Bauern 2 Felder voran. Es scheint aber der Tiger Grenadier hat dann irgendwann den Überblick verloren denn bereits im 13. Zug steht er ziemlich schlecht. Im 17.Zug wird er dann folgerichtig abserviert. Der weiße König muss fliehen und wandert via d3-c2. Irgendwann hat der Genius dann einen Turm mehr und die Partie ist gelaufen. Das ging also sehr schnell.
[Event "40/120, Oldie-Turnier"]
[Site "SCW"]
[Date "2015.11.20"]
[Round "1"]
[White "Millennium Chess Genius"]
[Black "Fidelity Excell 68000"]
[ECO "D49"]
[Result "1-0"]

1. d4 d5 2. c4 e6 3. Nc3 Nf6 4. Nf3 c6 5. e3 Nbd7 6. Bd3
dxc4 7. Bxc4 b5 8. Bd3 a6 9. e4 c5 10. e5 cxd4 11. Nxb5
axb5 12. exf6 Qb6 13. fxg7 Bxg7 14. Qe2 Qa5+ 15. Bd2 b4
16. Bb5 Rb8 17. a4 Rg8 18. Qd3 h6 19. Qc4 Bb7 20. Bxb4 Qb6
21. Qc2 Bf6 22. Qh7 Rh8 23. Bxd7+ Kd8 24. Qxf7 Qxb4+
25. Kf1 Bxf3 26. Bxe6 Qe7 27. gxf3 Re8 28. Rc1 Qxf7
29. Bxf7 Re7 30. Bc4 Rxb2 31. Rg1 Bh4 32. Rg8+ Re8 33. Rd1
Rxg8 34. Rxd4+ Kc7 35. Bxg8 Bxf2 36. Rd3 Bc5 37. h3 Rc2
38. Bb3 Rf2+ 39. Ke1 Kb6 40. Rd6+ Bxd6 41. Kxf2 Bf4 42. Bc4
Ka5 43. Bb5 Kb4 44. Ke2 Kc5 45. Kd3 Kd5 46. a5 Kc5 47. Ke4
Bd6 48. a6 Kb6 49. f4 Bb4 50. f5 Bc3 51. Kd5 h5 52. Ke6 h4
53. f6 Bd2 54. f7 Bb4 55. Kd7 Bc5 56. Ke8 Kc7 57. f8=Q Bxf8
58. Kxf8 Kc8 59. Ke7 Kc7 60. Be2 Kc6 61. Kd8 Kb6 62. Kd7
Kc5 63. a7 1-0


Ich kramte hervor was ich an Geräten mit Niveau und Hardware noch hatte um gegen Silkes neuen Schachcomputer antreten zu können. Der Fidelity Excell 68000 war der erste Versuch der Spracklens vom 8 Bitter zum 16 Bit Motorola Prozessor zu gehen. Noch war das Programm kaum optimiert. Daher war die Elo auch nur 1857. Die verwendeten Hashtables waren auch mit <16KB noch vernachlässigbar gering. Das Gerät erschien 1987 und war der Versuch der Spracklens ihr Programm auf dieser leistungsstärkeren Hardware zu übertragen, aber es sollte noch etliche Versuche dauern bis dieses Ansinnen optimal erledigt war. Im abgelehnten Damengambit steht der Excell 68000 sehr schnell sehr unpositionell gegen den Genius. Schon im 18.Zug ist der Vorteil für Genius als den weißen sehr groß. Also die Partie würde ein Mensch als reinstes Maschinenschach bezeichnen. Die produzierten Stellungen sind wirklich häßlich.

[Event "40/120, Oldie-Turnier"]
[Site "SCW"]
[Date "2015.11.21"]
[Round "1"]
[White "Millennium Chess Genius"]
[Black "Novag Supremo 16 mhz"]
[ECO "D20"]
[Result "1-0"]

1. d4 d5 2. c4 dxc4 3. e3 e5 4. Bxc4 exd4 5. exd4 Nf6
6. Nf3 Be7 7. Ne5 Nd5 8. Nxf7 Bb4+ 9. Bd2 Qe7+ 10. Qe2
Bxd2+ 11. Nxd2 Qxe2+ 12. Kxe2 Kxf7 13. Bxd5+ Ke7 14. Be4
Nc6 15. Bxc6 bxc6 16. Rac1 Re8 17. Rhe1 Ba6+ 18. Kd1+ Kd6
19. Re5 Rxe5 20. dxe5+ Kd5 21. b4 Bb5 22. Rc5+ Ke6 23. Nf3
Rd8+ 24. Ke1 Ke7 25. h4 Rd3 26. a4 Bxa4 27. Ra5 Bd1 28. Nd2
Bh5 29. Rxa7 Kd7 30. e6+ Kxe6 31. Rxc7 Rc3 32. f3 Rc1+
33. Ke2 Bf7 34. Nb3 Rc2+ 35. Kd1 Rxg2 36. Nc5+ Kf6 37. Ne4+
Kg6 38. h5+ Kxh5 39. Rxf7 Kg6 40. Rc7 h5 41. Rxc6+ Kf5
42. Rc5+ Kf4 43. Rxh5 Kxf3 44. Nd2+ Ke3 45. Rd5 Rg4 46. Kc2
g5 47. b5 Ra4 48. b6 g4 49. b7 Rb4 50. Rd3+ Kf2 51. Rb3 1-0


Als nächstes Gerät in meinem Wettkampf gegen Silkes neuen Star hatte ich einen Novag Supremo mit einem Programm von Dave Kittinger ausgesucht. Kittinger war hauptsächlich nur für Novag zuständig und hat quasi das ganze Portfolie von Novag mit Programmen versorgt, die Novag scheinbar am Ende ganz in eigener Regie fortführte, wenn man den späten Interviews Kittingers folgen mag. Der Supremo ist im Jahr 1988 erschienen und lief auf einem 6301 Y mit nur 2 mhz. Das Gerät hat nur 1650 Elo, war aber um Faktor 2 übertaktet, d.h. es war vielleicht 50-70 Elo stärker. Im angenommenen Damengambit macht der als weiß spielende Genius in sehr wenigen Zügen kurzen Prozess mit dem Supremo.

[Event "40/120, Oldie-Turnier"]
[Site "SCW"]
[Date "2015.11.22"]
[Round "1"]
[White "Mephisto academy"]
[Black "Millennium Chess Genius"]
[ECO "B18"]
[Result "0-1"]

1. d4 c6 2. e4 d5 3. Nc3 dxe4 4. Nxe4 Bf5 5. Ng3 Bg6 6. Bc4
e6 7. N1e2 Nf6 8. Nf4 Bd6 9. Bb3 Qc7 10. Qf3 Nbd7 {"}
11. Be3 {"} Kf8 12. O-O c5 13. Rae1 c4 14. Nxg6+ hxg6
15. Ba4 Nb6 16. b3 Nxa4 17. bxa4 Nd5 18. Bg5 Kg8 19. h3 Qa5
20. Ne4 Bc7 21. Qa3 b5 22. c3 Bd8 23. Bd2 Be7 24. Qb2 Qxa4
25. f4 Rd8 26. Rb1 a6 27. Rbd1 Rh4 28. Ng5 b4 29. cxb4 c3
30. Bxc3 Rxf4 31. h4 Ne3 32. Qd2 Rxf1+ 33. Rxf1 Nxf1
34. Kxf1 Bxg5 35. Qxg5 Rc8 36. Qd2 Qa3 37. d5 Rxc3 38. dxe6
fxe6 39. Kg1 Qxb4 40. Qd8+ Qf8 41. Qg5 0-1


Wieder einmal ein Programm von Ed Schröder. Das schöne Holzgerät mit den Magnetsensoren stammt aus dem Jahr 1989 und konnte mit dem bekannten 6502 8-Bit Prozessor immerhin 1939 Elo generieren. In der klassischen Variante der Caro-Kann Verteidigung überrascht Genius mit seinem Rochadeverzicht und 11...Kf8. Dennoch gelingt Chess Genius seine Stellung auszubauen und peu a peu verbessert er diese. Es sieht ganz danach aus als ob die Academy ausgerechnet wird. Und wieder verliert eines meiner Geräte gegen den Millennium Chess Genius.

[Event "40/120, Oldie-Turnier"]
[Site "SCW"]
[Date "2015.11.23"]
[Round "1"]
[White "Saitek Corona D+"]
[Black "Millennium Chess Genius"]
[ECO "B18"]
[Result "0-1"]

1. e4 c6 2. d4 d5 3. Nc3 dxe4 4. Nxe4 Bf5 5. Bd3 Qxd4 {"}
6. Nf3 Qb6 7. Be3 Qxb2 8. Rb1 Qxa2 9. Rxb7 Bc8 10. Rb3 Qa5+
11. Bd2 {"} Qc7 12. Bc4 Nd7 13. O-O Ngf6 14. Nfg5 e6
15. Bc3 h6 16. Nxf6+ Nxf6 17. Nf3 Bc5 18. Be5 Qd7 19. Qa1
Qe7 20. Qa4 Bb7 21. Nd4 O-O 22. Ba6 Bxa6 23. Nxc6 Qd7
24. Qxa6 Rac8 25. Nb8 Qd2 26. Bxf6 Rxb8 27. Rg3 g6 28. Rc3
Rfc8 29. h3 Qf4 30. Rf3 Qe4 31. c3 Rc7 32. Qa2 Rd7 33. c4
Rd3 34. Rb1 Ra8 35. Rxd3 Qxd3 36. Ra1 Rb8 37. Rc1 Rb4
38. Kh1 Kh7 39. Kg1 Qf5 40. Bd8 Qf4 41. Rd1 Rxc4 42. Rf1
Rd4 43. Qc2 Rd5 44. Ba5 Bd6 45. g3 Qf3 46. Be1 Bc5 47. Qc3
Qe2 48. Qf6 Rf5 49. Qc3 h5 50. Qb3 Rf3 51. Qb8 e5 52. Kg2
h4 53. gxh4 Qe4 54. Kh2 Qf5 0-1

Der Saitek Corona D+ kam eigentlich 1988 auf den Markt und hat ein Schachprogramm von Julio Kaplan das auf einem 6502 8 Bit Prozessor basiert. Mit dem später erweiterten D+ Programm, quasi das letzte offiziell veröffentlichte Programm, sollte seine Elo bei ca.2000 liegen. Außerdem ist das Gerät irgendwie eine Wundermaschine. Der D+ kann auch gegen viel stärkere gewinnen, kann aber auch gegen schwächere Geräte eingehen. Das liegt an seiner sehr selektiven Spielweise, die auch mal schlechte Tage hat. Wieder einmal kam eine Caro-Kann Verteidigung aufs Brett. Allerdings war der Millennium Chess Genius schon im 5.Zug mit 5...Dxd4 aus dem Buch während der Corona D+ diese Variante viel länger im Speicher hatte und erst im 11. Zug zu rechnen anfing. Hier sollte Ossi Weiner und Richard Lang vielleicht noch einmal nachbessern, meinte Silke, der das sichtlich unangenehm war denn die Partie war bis dahin nicht sehr gut gelaufen für ihren Kasten. Wieder einmal kam der Genius sehr früh mit der Dame aus dem Stall und wurde auch noch verleitet auf b2 zu fressen, was im Computerschach eigentlich eine alte Krankheit ist, die neue Programme heutzutage allerdings überwunden haben sollten. Schaut man sich die Stellung im 12.Zug an sieht man, das Schwarz einige Züge mit der herumirrenden Dame verschwendet hat. Die einzige „entwickelte“ Figur ist die Dame auf c7. Während der Weiße in der Zwischenzeit alle Leichtfiguren und den Turm auf eine offene Linie entwickelt hat und sogar die Rochade bevorsteht. Schwarz ist davon weit entfernt. Mit anderen Worten: für den Materialunterschied von 2 geopferten Bauern hat Weiß ausreichend Kompensation erhalten. Und all dies eine Folge der gewählten Eröffnungsvariante. Wenn der D+ hier nun aushält, könnte er die Partie für sich entscheiden. Wenn er im weiteren Verlauf präzise weiterspielt. Nun ist der D+ aber eher ein Künstler als ein präzises Uhrwerk. Wir durften also gespannt sein. Tatsächlich war der D+ im 15.Zug kurz vor der „Vollendung“ seines Punktes. Allerdings fand er dann nicht den Gewinnzug 15.Lxe6 (fxe6 16.Sxe6 De5 17.S4g5 Sc5 18.Sxc5Lg4 19. De1 Dxe1 20.Txe1+ Le7 21. Sce6 Lxe6 22. Sxe6 h6 23.Sc7+ Kf7 24.Sxa8 …) sondern spielte das harmlosere 15.Lc3. Das war dann doch zu tief für das alte 8 Bit Gerät. Auch das 16.Sxf7 sieht er nicht, was schade ist, denn dadurch kann der Genius die Partie auf seine Seite ziehen. Im weiteren Verlauf passiert das leider noch ein paar mal, so das die gute Ausgangslange der Eröffnung dem D+ keinen Vorteil mehr bringt. Der Genius gewinnt diese Partie.

[Event "40/120, Oldie-Turnier"]
[Site "SCW"]
[Date "2015.11.24"]
[Round "1"]
[White "CXG Sphinx 40"]
[Black "Millennium Chess Genius"]
[ECO "D31"]
[Result "0-1"]

1. d4 d5 2. c4 c6 3. Nc3 e6 4. Nf3 dxc4 5. a4 Bb4 6. e3 b5
7. Bd2 Bb7 8. Be2 a6 9. Ne4 Be7 10. O-O Nd7 11. b3 c5
12. Ng3 cxd4 13. exd4 Rc8 14. axb5 c3 15. bxa6 Bxf3
16. Bxf3 cxd2 17. a7 Nb6 18. Qxd2 Nd5 19. Nh5 Kf8 20. Rfb1
Ra8 21. Ra6 Ngf6 22. Ng3 Qc7 23. Rba1 Qb7 24. Qd3 g6
25. Qc2 Kg7 26. R6a5 Bd8 27. Bxd5 Nxd5 28. R5a4 Bb6 29. Qe4
Qd7 30. Qe5+ f6 31. Qe1 Rxa7 32. Rxa7 Bxa7 33. Qd2 Rb8
34. Ne4 Rxb3 35. Nc5 Bxc5 36. dxc5 Rc3 37. Rc1 Rxc1+
38. Qxc1 Nc3 39. Qe1 Ne4 40. h3 Nxc5 41. Qc3 Nd3 42. f3 0-1

Die von der Firma CXG verkaufte Sphinx 40 steckt in einem schönen Holzbrett und wurde im Jahre 1987 verkauft. In dem modularen Gerät steckt eine starke Hardware, immerhin ein 68000er Prozessor von Motorola der mit 8 mhz läuft. Für das Programm zeichnen David Levy und Mark Taylor verantwortlich. Es ist ein sehr selektives Programm. Oft habe ich da Programm beobachtet wie es eine schöne Stellung erarbeitet hat. Leider fährt es diese dann nicht immer präzise nach Hause. Ich finde eine sehr menschliche Verhaltensweise. Die Spielstärke ist daher auch nur 1745 Elo. Aber vielleicht hat die Sphinx ja einen Glückstag.
Im Damengambit kommt es zur halbslawischen Noteboom-Variante. Das macht die Sphinx eigentlich sehr gut und nach 13 Zügen steht die Sphinx als Weißer besser. Es kommt zu einem taktisch sehr interessanten Schlagabtausch der aber nichts daran ändert das die Sphinx auch im 18.Zug immer noch besser steht. Wieder einmal hat Genius nicht rochiert, im Gegensatz zur Sphinx, und der weiße A-Bauer ist schon auf der 7.Reihe hochgeklettert. Silke schaut ein wenig verängstigt drein, während ich schon etwas siegessicher bin. Ich kenne das von der Sphinx die sehr häufig in gute Stellungen kommt. Das Problem des Gerätes ist es wie gesagt den „Sack zuzumachen“. Und so kommt es , wie schon oft beobachtet. Mit 19.Sh5 kommt der Weiße auf Abwegen. Der nächste Fehler ist 22.Sg3, hier wäre Sxf6 angebracht gewesen. So kann Genius wieder übernehmen. Schon im 25.Zug scheint Genius ein Teilproblem, die verpatzte Rochade und den eingeklemmten Turm auf h8, behoben zu haben und geht nun auf Kurs. So ist die Partie leider schon nach ein paar weiteren Zügen gelaufen. Es scheint den Genius muss man mehrfach in einer Partie besiegen. Er ist sehr zäh und selbst wenn das Gerät schlechter steht und man meint, es geschafft zu haben kommt er wieder frei.
Es hilft nichts, ich muß mein stärkstes Pferd aus dem Stall holen. Ich entschuldige mich für einen Moment bei Silke und renne in den Keller. Dort habe ich meinen alten PC stehen. Den hole ich unter keuchen nach oben in ihre Wohnung. Das Dingen ist sehr schwer, denn damals als die PCs noch ISA-Slots hatten waren die Gehäuse noch massiv. Festplatten, Netzteile und Laufwerke scheinen aus Blei gefertigt gewesen zu sein. Der Tisch biegt sich unter dem Gewicht des alten Rechners. Aber die neuen Rechner haben nun mal keinen ISA Slot mehr, und den benötige ich um die ChessMachine, eine Steckkarte ans Laufen zu bekommen. Die Steckkarte für den PC ist aus dem Jahr 1991 und wurde von der holländischen Firma TASC gebaut. Der schnelle RISC Prozessor war damals eine Innovation. Es gab 2 Programme von Ed Schröder und Johan de Koning, den Rebel und den TheKing in unterschiedliche Versionen. Außerdem gab es die Chessmachine in 14 und mit 32 mhz. Die höchste Elo Zahl erreichte Rebel 3.0 in der 32 mhz Version, nämlich 2360 ELO. Ich habe hier allerdings nur die 14 mhz Version die vielleicht auf 2200 Elo einzuordnen ist. Mein Lieblingsprogramm ist dabei von Johann de Koning der TheKing 2.54 in der Einstellung aggressive. Der TheKing hat etwas an sich, eine Art auf Raum zu spielen, das kein anderes Schachprogramm hat. Daher hielt ich grosse Stücke auf TheKing. Damit muss der Genius jetzt klarkommen. Und ich war mir sicher, das wird er NICHT. Siegessicher schaute ich Silke an. Silkes merkwürdiger kleiner Plastikknirps hatte immer noch dieselben Batterien intus. Wie geht sowas ? Unglaublich. Scheinbar verbraucht das Gerät kaum Strom.

[Event "40/120, Oldie-Turnier"]
[Site "SCW"]
[Date "2015.11.24"]
[Round "1"]
[White "Millennium Chess Genius"]
[Black "CM The King 2.54 agg."]
[Result "0-1"]

1. e4 e6 2. d4 d5 3. Nc3 Nf6 4. e5 Nfd7 5. f4 c5 6. Nf3 Nc6
7. Be3 cxd4 8. Nxd4 Bc5 9. Qd2 O-O 10. O-O-O a6 11. g4 Bxd4
12. Bxd4 Nxd4 13. Qxd4 f6 14. exf6 Qxf6 15. f5 Ne5 16. h4
h5 17. fxe6 hxg4 18. e7 Qxe7 19. Re1 Nc6 20. Qxd5+ Qf7
21. Bc4 Qxd5 22. Nxd5 Kh7 23. Nb6 Rb8 24. Rhg1 Bf5 25. Be6
Bxe6 26. Rxe6 Rbd8 27. Re4 g3 28. c3 Rf3 29. Rg4 Rdd3
30. Rg5 Nd8 31. Kc2 Ne6 32. Rg4 Nc5 33. a4 Rde3 34. Kb1 Re6
35. a5 Rg6 36. Rd4 g2 37. Rdd1 Rf2 38. Nc4 Rg3 39. h5 Kh6
40. Rde1 Kxh5 41. Rd1 Kh4 42. Rd4+ Kh3 43. Rdd1 Ne4
44. Rde1 Ng5 45. Ka2 Nf3 46. Rxg2 Rgxg2 47. Re7 Nd2
48. Nxd2 Rxd2 49. Rxb7 Rd5 50. Kb3 Rxa5 51. c4 Rf5 52. Ka4
a5 53. b4 axb4 54. Rb5 Ra2+ 55. Kb3 Rxb5 56. cxb5 Ra5
57. Kxb4 Rxb5+ 0-1

Diesmal haben wir einen Franzosen auf dem Brett. Millennium Chess Genius kommt sehr ordentlich aus dem Buch und da beide Geräte unterschiedlich rochiert haben greift Genius folgerichtig auf dem Königsflügel mit den Bauern gegen die schwarze Rochadestellung an. The King vermeidet den Damentausch und Genius pusht seine Bauern weiter voran. Je näher wir dem Endspiel kommen desto mehr schwindet der weiße Vorteil. The King hat einen Freibauern der schon nach g3 vorgerückt ist, verteidigt diesen aber sehr gut. Genius versucht natürlich den Bauern aufzuhalten, schafft es aber nicht. Der Bauer rückt vor und der schwarze König („the king“!) spielt sehr aktiv mit. Am Ende muß sich ein Turm gegen den Bauern tauschen und The King gewinnt diese Partie.

[Event "40/120, Oldie-Turnier"]
[Site "SCW"]
[Date "2015.11.28"]
[Round "1"]
[White "Millennium Chess Genius"]
[Black "Chessmachine 512 Rebel 3.0"]
[ECO "D10"]
[Result "0-1"]

1. d4 c6 2. c4 d5 3. Nc3 e5 4. e3 e4 5. Qb3 Nf6 6. cxd5
cxd5 7. Nge2 Nc6 8. Nf4 Bb4 9. Bd2 Bxc3 10. Bxc3 O-O
11. Be2 Na5 12. Qb5 Nc6 13. Qc5 Bf5 14. O-O Rc8 15. Rac1 a6
16. Bb4 Re8 17. Ba3 b6 18. Qc3 b5 19. Qc5 Na5 20. Qa7 Ra8
21. Qc7 Nc4 22. Qxd8 Raxd8 23. Bxc4 bxc4 24. Rc2 g5 25. Ne2
Rb8 26. h3 Bd7 27. Bd6 Ba4 28. Rd2 Rb6 29. Be5 Nd7 30. Nc3
Bc6 31. Bg3 h5 32. Bh2 Kg7 33. Rb1 f5 34. b3 cxb3 35. Rxb3
Rxb3 36. axb3 Rc8 37. Bd6 Kf6 38. Ra2 Bb7 39. Bb4 Nb8
40. f3 Nc6 41. Bc5 Ke6 42. fxe4 fxe4 43. b4 Nb8 44. b5 axb5
45. Nxb5 Ba6 46. Nc3 Rc6 47. Ra5 Bc4 48. Ra4 Bd3 49. Ra7
Nd7 50. Bb4 Bc4 51. Ba5 Rc8 52. Rc7 Ra8 53. Bb4 Rb8 54. Ba5
Nf6 55. Rc6+ Kf5 56. Kh2 h4 57. Bc7 Rc8 58. Rc5 g4 59. Kg1
g3 60. Kh1 Kg6 61. Nb1 Nd7 62. Rc6+ Kh7 63. Kg1 Nb8 64. Rc5
Na6 65. Rxc4 dxc4 66. Ba5 Rb8 67. Nd2 Rb5 68. Bc3 Nc7
69. Kf1 Nd5 70. Nxe4 Nxe3+ 71. Ke2 Nxg2 72. Bd2 Rf5 0-1


Um zu sehen ob das ein Zufall war spiele ich noch eine Partie gegen Ed Schröders Rebel auf derselben Chessmachine. Das Laden geht sehr einfach, man braucht nur den Menüpunkt anklicken.
Im slawischen Damengambit legt der Rebel eine ähnliche Partie hin wie TheKing. Schwarz schiebt Stück für Stück die schöne Ausgangsstellung des Weißen zusammen und die vorgerückten Bauern am Königsflügel machen das Rennen.

[Event "40/120, Playoff"]
[Site "SCW"]
[Date "2015.11.28"]
[Round "2"]
[White "CM The King 2.54 agg."]
[Black "Millennium Chess Genius"]
[ECO "C11"]
[Result "1-0"]

1. d4 e6 2. e4 d5 3. Nc3 Nf6 4. e5 Nfd7 5. f4 c5 6. Nf3 Nc6
7. Be3 cxd4 8. Nxd4 Bc5 9. Qd2 Bxd4 10. Bxd4 Nxd4 11. Qxd4
O-O 12. Be2 Qh4+ 13. g3 Qh3 14. O-O-O b6 15. Bb5 Nc5 16. b4
Nb7 17. Qf2 Nd8 18. Kb2 Bb7 19. Rhe1 Nc6 20. a3 Rfc8
21. Bf1 Qg4 22. Nb5 Ne7 23. h3 Qg6 24. Bd3 Qh6 25. Nd6 Rc7
26. h4 Qh5 27. c3 Bc6 28. Be2 Qh6 29. b5 Bd7 30. h5 f5
31. Qf3 a6 32. bxa6 Rc5 33. Rh1 Ra7 34. a4 Bxa4 35. Ra1 Bd7
36. c4 Rc6 37. Qb3 dxc4 38. Bxc4 Kf8 39. Nb5 Ra8 40. Rhd1
Be8 41. Rd2 Bf7 42. Nd4 Rcc8 43. Nxe6+ Kg8 44. Nc7 Rxc7
45. Bxf7+ Kf8 46. Rad1 Rcc8 47. Rd7 Qc6 48. Bg8 Qg2+
49. R1d2 Qxd2+ 50. Rxd2 Nxg8 51. Rd7 1-0

Silke merkt das mit der Chessmachine eine Grenze erreicht ist. Der Millennium Chess Genius hat sich sehr gut geschlagen gegen diverse Schachcomputer. Aber mit der Chessmachine scheint er nun einen „Schachcomputer“ vor sich zu haben den er nicht mehr handeln kann. Um dies zu untermauern machen wir noch ein paar Partien gegen den TheKing. Wieder haben wir einen Franzosen auf dem Brett. Erneut haben wir unterschiedliche Rochaden. Aber schon sehr früh zeigt TheKing das mit ihm nicht zu scherzen ist (16.b4). Angriffe gegen die schwarze Dame treiben diese in die Ecke. Der Springer bekommt einen sehr schönen Vorposten auf d6. Weiß steht da schon sehr bequem und es wird sehr schwer für Genius. Daran ändert sich auch in den nächsten Zügen nichts. Genius verliert. Um ganz sicher zu gehen eine weitere Partie.


[Event "40/120, Playoff"]
[Site "SCW"]
[Date "2015.11.28"]
[Round "3"]
[White "Millennium Chess Genius"]
[Black "CM The King 2.54 agg."]
[ECO "A12"]
[Result "0-1"]

1. Nf3 c6 2. c4 d5 3. b3 Nf6 4. g3 Bf5 5. Bg2 e6 6. O-O
Nbd7 7. Nc3 Qa5 8. Bb2 Bd6 9. Nd4 Bg6 10. cxd5 cxd5
11. Ncb5 Be7 12. Qc1 O-O 13. Qc3 Bb4 14. Qc7 Qa6 15. Bc3
Bc5 16. Qa5 Qxa5 17. Bxa5 a6 18. Nxe6 fxe6 19. Nc7 Rac8
20. Nxe6 Rfe8 21. Nf4 Be4 22. e3 g5 23. Ne2 Bd3 24. Rfe1
Ba3 25. Bc3 Ne4 26. f4 h6 27. Bf3 Ndf6 28. Bxf6 Nxf6
29. Nc3 Bb2 30. Nxd5 Bxa1 31. Rxa1 Kg7 32. Nc3 b5 33. Bb7
Rcd8 34. Rc1 b4 35. Na4 Re7 36. fxg5 hxg5 37. Nc5 a5
38. Kf2 Bf5 39. Ke2 Bg4+ 40. Ke1 Rh8 41. h4 gxh4 42. gxh4
Rxh4 43. Rc4 Rh2 44. Bc6 Kf7 45. Rd4 Rc7 46. Nb7 Ke7
47. Rc4 Rxc6 0-1

Diesmal haben wir die Reti-Eröffnung auf dem Brett. Leider macht Genius gleich am Anfang wieder den Fehler, die Dame zu früh herauszuziehen. Im 13.Zug hilft er dem Schwarzen eigentlich damit. In der Folge verliert Genius dadurch einen Springer, der sich noch auf e6 einen Bauern holt. Und so verliert der Millennium Chess Genius auch noch diese 4.Partie in Folge gegen die Chessmachine. Ich denke man kann deutlich sagen das er damit seinen Meister gefunden hat.
Silke und ich beenden damit dieses Aufeinandertreffen des neuen Schachcomputers gegen die alte aber illustre Garde der letzten 30 Jahre. Als ich alle meine Geräte wieder einpacke wünsche ich mir von Silke zu Weihnachten den Millennium Chess Genius, denn der hat mir in meiner Sammlung gerade noch gefehlt.

Fazit:
Der Millennium Chess Genius ist ein wirklich spielstarker Schachcomputer für die ganze Familie. Das Gehäuse und die Verarbeitung ist ordentlich. Der Computer ist schön designet und durch die Rundungen auch stabil. Der Energieverbrauch des Gerätes ist sehr gering, daher kommt man mit den 3 Mignon (AA) Batterien sehr lange hin (der Satz hat immerhin ALLE hier gespielten Turnierpartien durchgehalten). Zusätzlich kann man bei Millennium einen speziellen Netzadapter bestellen um auch ohne Batterien zu spielen. Spielstand und eingestellte Level oder Parameter gehen allerdings ohne puffernde Batterien nach der Trennung vom Netz verloren. Das der Millennium ein unübliches Steckerformat beim Netzteil hat lässt sich aus Sicherheitsgründen erklären. Die alten damals üblichen 9V NT aus Mephisto-Zeiten hätten hier nur geschadet denn der kleine Kasten benötigt ja nur 5V. Auf jeden Fall verdient das Gerät eine absolute Kaufempfehlung. Das Gerät eignet sich sowohl für Anfänger als auch für Fortgeschrittene und Schachcomputer-Enthusiasten sind nahezu verpflichtet so einen Kasten zu kaufen. Hoffen wir das es nicht bei diesem einen Gerät bleibt und weitere schöne Geräte (vielleicht auch welche aus Holz ?!) folgen werden.

Was uns gefiel:
  • spielstark
  • sehr gutes Preis/Leistungsverhältnis
  • schönes Design
  • verbraucht kaum Batterien
  • beleuchtetes Display
  • Züge lassen sich beliebig vor-/zurückspielen
  • stabile Bauform

Was uns nicht gefiel:
  • Automatikabschaltung des Gerätes und der Displaybeleuchtung bei Netzbetrieb
  • keine LED Feldanzeigen
  • billige Schachfiguren in stilisiertem Design ohne Filz
  • konstruktionsbedingte kleine „Welle“ in der Sensorfolie bei D1/E1



Mit den 30 Partien die Millennium Chess Genius gegen diverse andere Schachcomputer gespielt hat, habe ich das Gerät in mein Schachcomputer-Oldie-Turnier eingebaut. Dort hat er dann auch gleich den 2.Platz vor dem Fidelity Avantgarde v9 und mit grösserem Abstand hinter der Chessmachine mit TheKing2.54 belegt. Wenn man den Fidelity mit 2121 Elo ansetzt, und die Chessmachine512 mit The King2.54 auf 2200 Elo setzt, sollte der Chess Genius vielleicht bei 2150 Elo auf Turnierstufe 6 (40/120) spielen. Auf anderen Spielstufen kann das natürlich zu einem anderen Wert kommen. Aber ich denke tendenziell scheint es nach 30 Partien danach auszusehen das der Genius ein für seinen günstigen Preis sehr starker Schachcomputer ist. Auf der verpackung wirbt der Hersteller mit >2000 ELO. Damit wäre Millennium einer der WENIGEN Schachcomputer-Hersteller die eine NIEDRIGERE Elo-Angabe bewerben, als das Gerät in der Wirklichkeit hat. Soweit ich es in Erinnerung habe war das bei allen anderen Herstellern der guten alten Schachcomputerzeit genau umgekehrt.


Motor Punkte ChMiFiMiStChCXFiSpChGaMeDeMeMeNoNiMeMeMeMeEmMiIgDeDePsCoSuGlSiMeSuExRuChMaCoKiElKaTiKrCXReMeMeScNoStExRaScCa S-B
01: Chessmachine512 The King2.54 {Brettcomputer} 29,0/31 · 1 1 1 1 1 1 1 1 1 1 1 1 = 1 1 1 1 = 1 0 1 1 1 1 1 1 1 1 1 1 1 446,00
02: Millennium Chess Genius {Brettcomputer} 24,5/30 0 · 1 1 0 = 1 1 1 1 0 = = = = 1 1 1 1 1 1 1 1 1 1 1 1 1 1 1 1 300,25
03: Fidelity Avantgarde V9 {Brettcomputer} 23,0/29 0 0 · 0 = 1 1 1 = 1 1 1 0 1 1 1 1 1 1 1 1 1 1 1 0 1 1 1 1 1 317,50
04: MilanoPro {Brettcomputer} 23,0/33 0 0 1 · 0 = 1 = = 0 1 1 = 1 1 1 1 0 = 1 1 1 = = = 1 = 1 1 1 1 1 = 1 311,75
05: Star Diamond {Brettcomputer} 22,5/33 0 1 = 1 · 0 0 1 1 1 1 1 0 1 1 0 1 = 1 = 1 1 0 1 0 1 = = 0 1 1 1 1 1 327,00
06: Chess Explorer Pro 32mhz {Brettcomputer} 22,5/31 0 = 0 = 1 · = 1 1 0 1 1 1 = 1 0 = 1 = = 1 1 1 0 1 1 1 1 1 1 1 1 309,75
07: CXG Dominator {Brettcomputer} 22,0/32 0 1 = · 0 ? 0 1 = 1 1 0 1 0 1 0 1 1 1 1 0 1 1 1 1 1 = = 0 1 1 1 1 1 266,75
08: Fidelity Designer 2325 25 mhz {Brettcomputer} 22,0/29 0 0 0 1 · 1 = 1 1 = = 1 1 = = 1 1 = 1 1 1 = 1 1 1 1 = 1 1 1 261,00
09: Sparc {Brettcomputer} 22,0/30 0 0 0 = 0 ? · 0 1 0 0 1 1 1 1 1 1 1 ? 1 1 1 1 1 1 1 1 1 1 1 = 1 1 257,75
10: Challenger 24mhz {Brettcomputer} 21,5/33 0 0 = = 0 0 1 · 1 0 1 = 0 1 1 1 = 1 1 = 1 = 1 1 = 0 0 1 1 1 1 1 1 1 299,00
11: Gavon Faile 1.4 {Brettcomputer} 20,0/29 0 0 1 0 0 1 = 0 0 · 1 = 0 = 1 1 1 1 1 1 1 1 1 1 1 1 1 1 = 1 246,75
12: Mephisto College {Brettcomputer} 20,0/30 0 0 0 0 1 1 0 · 1 0 = 1 1 1 1 0 = 1 = 1 = = 1 1 1 1 = 1 1 1 1 233,25
13: Designer2265 Master {Brettcomputer} 19,5/31 0 1 1 0 0 0 = 0 · 0 = 0 0 1 = 1 1 1 1 1 1 0 = 1 1 1 1 1 1 1 = 1 251,00
14: Mephisto Berlin {Brettcomputer} 18,5/26 0 0 0 0 = 1 = 1 1 · 1 1 1 1 1 = 0 1 1 = 1 1 = 1 1 1 1 269,75
15: Mephisto MM5 {Brettcomputer} 18,5/33 0 = 0 = 1 0 0 1 = = 0 · = 0 = = 0 1 1 1 1 = 0 1 1 1 1 = 0 0 1 1 1 1 242,50
16: Novag citrine {Brettcomputer} 18,5/30 = 1 0 0 0 0 0 1 0 = · 0 = 1 1 = 1 = 1 1 1 1 1 = 0 1 = 1 1 1 1 222,75
17: NigelShort 10mhz {Brettcomputer} 18,0/30 0 = 0 0 0 0 = 0 0 1 0 1 1 · 1 1 = 0 0 1 1 1 1 1 1 1 1 = 1 1 1 227,25
18: Mephisto Montreal {Brettcomputer} 16,0/28 = = 0 0 0 = 1 = 0 1 0 = = · = 1 1 0 = = 1 1 1 = 1 1 0 1 1 223,25
19: Mephisto Mega IV {Brettcomputer} 15,0/32 0 1 0 0 0 = = 0 = 0 0 = · 0 0 1 0 1 = 1 0 1 = 1 0 1 1 = 0 1 1 1 = 174,00
20: Mephisto academy {Brettcomputer} 15,0/31 0 0 0 1 0 0 0 0 0 0 = 0 0 · = 0 0 0 1 = 1 1 1 = 1 1 1 1 1 1 1 1 161,00
21: Mephisto Schachakademie 24mhz {Brettcomputer} 14,5/30 0 0 1 0 0 0 0 0 = 1 0 0 = · 1 1 1 = = 1 1 = 0 0 1 1 = 0 1 = 1 174,25
22: Emerald Classic Plus {Brettcomputer} 13,5/32 0 0 0 = = 0 = 0 = 0 1 0 = 0 1 0 · = = 0 0 0 = 0 1 1 0 1 1 1 1 = 1 161,75
23: Milano {Brettcomputer} 13,0/30 0 0 0 1 = 0 0 0 = 1 1 1 1 0 = · 0 1 0 0 0 0 0 1 = = = = 1 = 1 166,50
24: Igor 24mhz {Brettcomputer} 13,0/31 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 1 = 1 1 = 1 · 1 0 1 0 0 = 1 = 1 1 = = 1 155,50
25: Designer2000 Display 5mhz {Brettcomputer} 13,0/29 = 0 1 = 0 ? 0 0 0 = 0 0 1 0 · 1 0 = = 1 = 0 1 1 = = = = 1 0 1 152,00
26: Designer2100 {Brettcomputer} 12,5/29 0 0 = = = 0 0 1 = 0 0 = 1 1 0 · 1 0 1 = 0 0 0 = 1 = 0 = 1 1 162,00
27: PsionST EMU unlimited {Brettcomputer} 12,5/21 1 0 0 = = 0 0 1 0 · 1 0 1 1 = 1 1 1 1 1 0 1 148,00
28: Corona D+ {Brettcomputer} 12,5/34 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 = 0 = 0 0 1 1 = 1 · 0 0 0 0 = = 1 0 1 1 1 1 1 1 117,50
29: Supermondial B {Brettcomputer} 12,0/30 0 0 1 = 0 0 0 1 0 0 0 = = 1 1 1 = 0 0 1 · 0 0 = 0 1 0 0 1 = 1 158,00
30: Glasgow Emu unlimited {Brettcomputer} 12,0/24 0 0 0 0 0 0 = 0 1 0 0 0 1 1 = 1 1 1 · 1 0 1 1 1 1 138,75
31: Simultano {Brettcomputer} 11,5/32 0 0 = 1 0 1 0 0 0 0 0 1 0 = = 0 0 = 0 1 0 · = 0 1 0 = 0 1 0 1 = 1 143,75
32: Mephisto MM2 {Brettcomputer} 11,5/33 0 0 = 0 0 0 0 = 0 = 0 0 0 0 0 0 0 1 0 1 = · 0 1 0 1 = = 1 1 1 0 = 1 123,75
33: Super Forte C {Brettcomputer} 11,0/19 0 0 1 = 1 = 1 0 0 = 0 1 = 1 · 1 1 = = 1 154,75
34: Excel68000 {Brettcomputer} 11,0/27 0 0 0 = 0 0 0 1 0 = 0 0 = 0 1 1 1 1 = 1 0 · 1 1 0 1 0 0 143,50
35: Ruby {Brettcomputer} 11,0/26 0 = = 0 0 = 0 0 0 0 0 = 0 = = 1 = 1 1 · 0 1 = 0 1 1 1 126,75
36: Chafitz Sargon 4.0 16 mhz {Brettcomputer} 10,5/29 0 0 0 = 0 0 0 0 0 0 1 0 0 = 0 0 1 0 · 0 = 1 1 1 0 1 = = 1 1 75,50
37: Maestro D++ 6 mhz {Brettcomputer} 9,5/24 0 1 0 0 0 0 0 = 0 1 0 1 0 = 1 = 0 1 0 0 · 1 0 1 1 119,50
38: Constellation Expert {Brettcomputer} 9,5/29 0 0 0 0 0 0 0 = 0 0 = 0 0 0 0 1 0 1 = 0 1 1 0 · = = 0 1 1 1 89,75
39: Kishon Chesster {Brettcomputer} 9,0/26 0 0 0 0 = 0 0 = 1 0 0 0 1 0 0 = 0 0 = = 0 1 = · 1 1 1 102,75
40: Elegance 8 mhz {Brettcomputer} 8,5/16 0 0 = 1 = = 0 = = 1 1 0 · 1 1 1 0 99,25
41: Kasparov Blitz {Brettcomputer} 8,0/31 0 0 0 0 1 0 0 0 0 1 0 0 0 1 0 = = 0 0 0 0 0 1 = = = 0 0 · = 1 0 103,75
42: Tiger Grenadier {Brettcomputer} 7,0/30 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 = 1 0 0 0 = = 1 0 0 0 0 0 1 0 · 0 1 = 1 69,50
43: Krypton Regency {Brettcomputer} 6,5/33 0 0 0 = 0 0 0 0 0 0 = 0 0 0 0 0 0 = 0 = = = 0 1 1 0 0 0 0 1 = · 0 0 84,50
44: CXG Sphinx40 {Brettcomputer} 6,0/29 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 = 0 = 0 = 0 = 0 0 0 0 0 0 1 1 · 1 1 47,25
45: Rebel X (Portorose Experimental) {Brettcomputer} 5,5/12 0 = 0 = 0 · 0 1 1 = 0 1 1 22,75
46: Mephisto Polgar {Brettcomputer} 4,5/10 0 0 = = 0 1 = 1 1 · 0 59,50
47: Mephi IIIb 8mhz {Brettcomputer} 4,5/30 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 = 0 0 1 0 0 = 0 1 0 0 0 1 0 0 0 · 0 = 45,00
48: Schneider Titan {Brettcomputer} 4,5/25 0 0 0 0 0 0 0 = 0 0 0 0 0 0 0 1 0 = 0 0 0 = 0 1 1 · 36,25
49: Novag Supremo 16 mhz {Brettcomputer} 2,0/7 0 = 0 0 = 1 0 · 23,75
50: Steinitz encore 4mhz {Brettcomputer} 2,0/5 1 0 0 = = · 18,00
51: Excalibur Grandmaster 32 mhz {Brettcomputer} 2,0/6 0 0 0 0 1 1 · 12,00
52: Radioshack 2150L 16 mhz {Brettcomputer} 0,0/5 0 0 0 0 0 · 0,00
52: Scisys Turbostar 432 {Brettcomputer} 0,0/5 0 0 0 0 0 · 0,00
52: Capa {Brettcomputer} 0,0/0 · 0,00


695 Partien von 1431 gespielt


Allen Schachspielern ein schönes Weihnachtsfest !
Thorsten Czub



Kommentare:

  1. Danke für den umfangreichen Bericht. Habe beim lesen wirklich mitgefiebert. Für das Spiel des Menschen gegen den ChessGenius wird meistenteils der Computer, selbst auf niedrigen Spielstufen der Sieger sein, auch wenn er auf Programmebene seinen Meister gefunden hat.

    AntwortenLöschen